Juan Fernando de Laiglesia: "Una colección de acróbatas"

Juan Fernando de Laiglesia (Mitte) mit Pilar Hammer (links) und Antonia Kienberger (rechts) sowie den beiden Galeristen Ludwig Hammer (rechts) und Wolf Erdel (links) bei der Eröffnung (Foto: L. Hammer)

In der Ausstellung der Galerie des Dr. Erdel Verlags zeigt der spanische Künstler Juan Fernando de Laiglesia vom 11. April bis zum 16. Mai 2008 eine Sammlung von Arbeiten der letzten drei Jahrzehnte (1978 – 2008), in denen er sich mit der Welt der Zirkusleute, Akrobaten und Träumer beschäftigt. Die Anthologie lässt einerseits den Wandel der Wahrnehmung während eines Künstlerlebens, andererseits die persönliche Konstanz und Handschrift beobachten, die bei all diesen Wandlungen immer erhalten bleibt.

Alle Arbeiten (Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen) stellen die menschliche Komödie - symbolisch für die Dynamik des Seins - dar.

Die Werke der Ausstellung drücken diese Dynamik auch körperlich aus. Da gibt es Gemälde, die sich in wenigen Minuten zusammensetzen und wieder dekonstruieren lassen, Zeichnungen, die man einrollen kann, um sie leichter transportierbar zu machen, Skulpturen, die aus Alltagsmaterialien geschaffen wurden und sich ebenfalls ohne Aufwand zusammenbauen und wieder zerlegen lassen – als wäre all das für den Zirkus oder ein Nomandenzelt gedacht. Eine heiter-ironische Version des heutigen Wertesystems.

Die Ausstellung nimmt den Betrachter auf zwei Gedankenreisen mit: Den Weg, den Juan Fernando de Laiglesia als Künstler während dreier Jahrzehnte gegangen ist und die Reise der Wahrnehmung, zu der wir eingeladen werden, um das Gleichgewicht zwischen Medium und Sujet aufzuspüren. Die Mobilität unseres Daseins und die Dynamik der globalen Entwicklung führen dazu, dass nicht nur Telephon und Computer tragbar sein sollten, sondern auch die Malerei, die Skulptur und die Zeichnung. Unser momentaner europäischer Lebensstil bringt uns vielleicht zu der Erkenntnis, dass das Nomadentum eine sehr kluge Lebensform ist.

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Autobiographie - Auto-Cv 46-99

1946

Er wurde in Madrid in der Claudio Coello Strasse geboren, als Sohn des Dramatikers Juan Antonio und der Josefina, einer vorbildlichen Frau aus Cadiz. Er erlitte eine ernste Erkrankung des Verdauungsapparates, die er schließlich mit Seruminjektionen überlebt.

1955

Er vergißt zur Nachmittags-Fiesta seiner Erstkommunikation zu gehen, aus Begeisterung für ein Gummischwert, das er geschenkt bekam. Am nächsten Morgen findet er sein Klappbett voller weisser Blumen, und es gibt eine Mahlzeit bei Samuel´s, dort wo sich Jahre später Juana Mordó einrichten wird.

1957

Bei einem Schulausflug nach Pozuelo widmet er den Nachmittag dem Verzehr einiger gelber Blumen die man "Brot und Käse" nennt, und er stirbt fast daran. Auf einem Familienbild von allen Enkeln, so etwa sechzehn zusammen, entdeckt er, daß er der Einzige ist, der lacht.

1959

Er imitiert Kapitän Donnerschlag auf einer Fiesta mit seinen Vettern und erhält einen Einstich in den Unterarm mit einer Kalligraphiefeder. Er ist fasziniert von den Bühnenmodellen der Theater-Szenarios, die normalerweise zuhause herumstehen und lernt unter großen Schwierigkeiten den Text von Don Luis aus "Don Juan Tenorio" für Kinder.

1960

Ab und zu fühlt er ein Beben, wenn er seinen Vater auf dem Giraffenklavier Free Jazz spielen hört. Bei einem Ausflug nach Monte Carlo verliert er seinen Paß und hat Angst - zum zweiten Mal Angst; das erste Mal lag schon ein paar Jahre zurück, im Angesicht einer erleuchteten grünen Hand, nachts in der Ecke des Wohnzimmers, von gleicher Farbe wie jene, die Man Ray 1920 geschaffen hatte, mit dem Titel "Puericulture 2" (Säuglingspflege 2).

1961

In derWerkstatt von Eduardo Capa in Arganda lernt er die Messinggiess-Methode nach der Methode des verlorenen Wachses kennen. Dessen Duft wird er lebenslang nicht mehr vergessen.

1962

In der Stadt Catache in den peruanischen Anden gibt ihm eine Indiofrau ein Hühnerei, als er bereits zu Pferd saß auf einem vierstündigen Ritt nach Cajamarca.

1963

Er studiert Aristoteles, Pascal und Jung in Huachipa in der Nähe von Lima (Peru), und mit Dr. Rouillon die Verse des Veda und des Gilgamesch. Er zeigt seine Gemälde dem österreichischen Wandmaler Winternitz. Er unternimmt mit seinen Gefährten Robert Jablonky, Bill Hinds und Bop Dolan eine Wanderung durch die Wüste wo er aufgebohrte Knochen (oder Gewürznelkenbäume?) findet

1965

Auf dem Passierschein für Ausländer trägt der Beamte aus Lima "mischrassig" (mestizo) ein, um seine Ethnie zu beschreiben.

1968

Während er in Valetta auf Malta ist, erfährt er aus dem Radio vom Einmarsch russischer Panzerverbände in die Tschechoslovakei. In Gallarate bei Mailand verfasst er das Theaterstück "Il Pane" (das Brot) und führt es auf. Der dritte Akt ist eine Diskussion mit den Zuschauern. Sie kommentierten, er sei ein guter Schauspieler, aber ein schlechter Autor. Tennis, Hegel, Basketball, Psychoanalyse, Levi Strauss und Husserl sind seine wesentlichen Beschäftigungen, neben Fahrradausflügen in die Schweiz, wo der Tabak billiger war.

1969

Er kehrt in einem italienischen Lastwagen, der einen Catewrpiller transportierte, nach Madrid zurück, und von Irun kam er in einem anderen englischen Truck, der eine vom Brera Museum versiegelte Kiste mitnahm, mit seinen Leinwänden, die er in Italien bemalt hatte.

Er stellt berühmte Leute als Gemälde und als Skulptur dar und entdeckt dabei, daß Sie alle sehr ähnlich einem Bild auf seinem Schulausweis, als er 14 Jahre alt war, erscheinen.

1970

Er kauft eine gebrauchte Ducati deluxe 250 mit blauer Lackierung, die er "Blauer Reiter" nennt. Mit dem Architekten Carlos Morales plant er die Herstellung einiger Multiples in Plastoflex, aber der Versuch scheitert.

1972

Er malt 120 Ölgemälde, zwei an jedem Abend, um ein Hotel in Oropesa del Mar auszustatten.

1973

In den Bildhauerkursen der Kunsthochschule in Madrid schlägt er vor, den Elektroschleifer beiseite zu legen und das Holz mit der Hand zu schnitzen. Er fragt Joaquín Gurruchaga warum wir heute immer noch von der Büste Marc Aurels begeistert sind und wird eingeladen, sich als Dozent in Kunstgeschichte einzutragen.

1975

Aus Stahl und Holz schafft er eine profane Version der "Ero de Armenteira" in einem Kelleratelier in Cambados und er spricht mit Paco Leíro und Monolo Paz. Er benutzt schwarzen Aluminium-Zement, der schnell fest wird.

1976

Elena Florez widmet ihm im Alcázar Journal eine von 3 Spalten über die Arbeiten, die er in einer Gemeinschaftsausstellung (organisiert von Echauz) im Velasquez Palast in Madrid präsentierte. Enrique Azcoaga erzählt ihm, daß er ein Buch über Geld schreiben werde. Er erstellt Gemälde mit einem faltbaren Rahmen für den Transport, aber sie werden niemals auseinandergenommen transportiert, und ihre Struktur wurde interessanter als die Bilder selbst.

1977

Bei den Abendessen, die er veranstaltet, schlägt R. Chávarri ihm vor, keine Einzelausstellungen mehr zu veranstalten sondern Gruppenausstellungen wie die letzte in Tebas, eine Galerie, die nicht mehr existiert. Paul Kijzer, ein Vertreter von Bergmans Film, kauft eine Sammlung Zeichnungen von Vögeln.

1978

Er stellt an der Universität in Madrid eine Thesis über die "Phämomenologie des ästhetischen Experiments voni Mikel Dufrenne" vor, die er geschrieben hatte, während er seinen ersten Sohn aufzog, auf einem mit weissen Plastik neubezogenen Tisch, von ihm selbst gebaut. In seinen Kursen teilt er die Kunstgeschichte mit drei Worten auf: Fühlen, Machen, Sagen.

1979

Juana Mordò zeigt er einige Bildhauerarbeiten, die sie interessieren, aber er entschuldigt sich, denn zur Zeit gestattet ihm die Arbeit an der Universität nicht viel Zeit um auszustellen.

1980

Mit einer Gruppe von Bildhauern stellt er in der Galerie Galiarte aus, und Pablo Serrano einige Vögel aus Messing, die von der Decke herabhängen, er hatte sie in Arganda gegossen.

1981

Jeweis am Sonntagmorgen hält er Doktoratskurse ausserhalb des Lehrplans in seinem Büro, denen sich auch Kunst-Dozenten aus anderen spanischen Orten zugesellen.

1982

Er schreibt für das Diart Magazine "Kadinsky über Freud ebenso wie Stravinsky über Lipp", aber 1999 zieht er es vor, Stravinsky durch Schönberg zu ersetzen.

1980

Er konstruiert und zeigt seine Kästen der stillen Musik im Miguel Angel Hotel in Madrid, und J.M. Iglesias schreibt im Guadalimar, ob er Cornell denn nicht gekannt habe.

1981

Er beendet die Darstellung episch-dramatischer Erzählungen und beginnt mit der Erstellung einiger porträthafter Darstellungen von Objekten wie "Spatel in Masaccio´s Landschaft" oder dem "Hammmer auf gelbem Schnee" oder "Die Folge von roten Handwerksgeräten"

1982

Im August schreibt er das Buch "Ästethische Regeln zur Schaffung der Metapher", das Juan Sureda gerne bei Akal veröffentlichen will, von Espasa Calpe jedoch nicht publiziert wird, aber es ist die Grundlage seines Graduiertenkollegs und auch einer konstellationalen Theorie (Constelacion = Gruppe, Sternbild), die man später Konnektivismus nennen wird, aus der Neurobiologie.

1983

Er führt symetrische Biomorphe Skulpturen sehr großmaßstäblich aus, diese sind nun Teil des andauernden absurden Gepäcks auf seinen Reisen zwischen Galicien und Madrid.

1984

Für J.M. de Labra, der für einige Monate mit der Familie lebt, schreibt er "Das Ei auf dem Anzug" für die Ausstellung in der Biosca Gallerie. Luis Caruncho nimmt er auf seinem Motorrad zu einem Ausflug entlang der Castellana mit.

1985

Er organisiert das Teknè Review und schreibt "Ästhetische Kategorien der zeitgenössischen spanischen Skulptur" und am Telefon spricht er mit Arnau Puig.

1986

Wie Eduardo Scala es vorhergesagt hatte, gab es bei Ausstellung des Casa de los Tiros in Granada ein positives Ereignis (Erfolg und Entrüstung) und ein negatives Ergebnis (eines seiner Gemälde wird gestohlen).

1987

Er stellt sein "Circus Projekt"nicht in Paris aus, weil Ihnàsi Puigjaner stirbt, aber er besucht das Rodin Museum und stellt Eros und Thanatos zwei mal in Weiden aus, nahe der Tschechoslowakei in der Ludwig Hammer Galerie.

1989

In der Noés Galerie, die kurz darauf schliessen wird, stellt er eine Serie von Arbeiten aus, die er "20 Spiele von seltsamer Symetrie" nennt, und in Huesca "Symmetrie-Übungen auf einem divergierenden Bügel". Martín Chirino gefälllt "Leukeopterus", eine Komposition aus drei Alabaster - Blöcken auf dem Boden.

1990

Rektor Luis Espada beauftragt ihn, die Fakultät für bildende Künste an der Universität von Pontevedra zu gründen, was mit J. Roselló und J. Chavete begonnen wird. Er hat ein Interview mit G Compos, er trifft Isaac Díaz Pardo in der Küche des galicischen Informatikinstituts und er fängt an, Studenten nach Irland und England zu schicken. Er beginnt mit einer Serie von Arbeiten über feste Schatten. Auf dem Madrider Bürgermeldeamt sagt ihm der Beamte, daß auf seinem Datenschirm ein anderer Juan Fernando de Laiglesia y González de Peredo
zu finden ist, mit der gleichen Ausweisnummer, dieser lebe in Málaga, aber er entscheidet sich, seiner Zwillingserscheinung nicht nachzuspüren.

1991

Der offene Bildhauer-Wettbewerb Cathedra verschiebt sich, weil der Präsident der Jury in einer Schiesserei in Ourense getroffen wird. Er selbst bekommt nur drei Stimmen, wegen der Schwierigkeit, seine Projekte entsprechend dem akademischen Verständnis als Skulpuren zu verstehen.

1992

Er beginnt eine Serie "Fallen - Zeichnungen für Eulen", dabei hat er den nächtlichen Besucher seines Workshops in Tremoedo im Kopf, vier von diesen Arbeiten werden 1994 im Edinburgh Kunst-College ausgestellt. Aber dann, um nicht auszustellen, kümmert er sich ausserordentlich um seine Stelle als Dekan, obwohl er darüber noch keine klaren Vorstellungen hat.

1993

Er veranstaltet mit M. Coupón, T. Barreiro, I.P-Jofre, J. Loeck und anderen ein Internationales Treffen der Kunstfakultäten in welchen auch der hochgeschätzte Drucker und Saxophonist Javier de Diego auftaucht, welcher kurze Zeit später an der galicischen Todesküste verschwindet. Er besucht Paolo Ucello´s "Die Schlacht von S. Romano" in London.

1994

Er schreibt "Modal-Landschaften". um eine Ausstellung galicischer Skulptur im Museum von Lugo zu präsentieren, dieser Text wird in der Castrelo Review fortgesetzt, er stellt dabei den drei großen Autoritäten der galicischen Kunst J.M. de Labra, J. Valverde und L. Novoa drei entsprechende ästhetische Kategorien gegenüber, die er Leira (das Messen), Lareira (das Erzählen) und Lar (das Erinnern) nennt.

1995

Er reist nach Lieja und besucht den Skulpturenpark, er vertritt die Universität Vigo in der Konferenz der Mittelmeerländer in Nicosia und in einem Symposium stellt er die Hermeneutik des Gerunds zum Verständnis der Skulptur vor

1996

Er erreicht das fünzigste Lebensjahr ohne es zu bemerken und bestimmt den Familienwohnsitz beim Häusermakler von Tremoedo, mit Blick auf Montelobeira. Er sieht eine Reihe seiner Schriften durch, die Ediciós do Castro 1999 unter dem Titel "Grobe Theorie der fragilen Form" publizieren wird.Mit seiner Forschungsgruppe der bildenden Künste schlägt er zum 50-jährigen ICOM Jahrestag Jupiter als Schutzpatron der Kunst-Restauratoren vor.

1997

Bei einem Mittagessen in Madrid mit F. Sinaga und der Leona Gruppe kann er nicht verstehen, warum die Erweiterung des Prado Museums nicht dadurch gelöst wird, indem man darüber ein weiteres Museum baut und zwar das genau Gleiche. Er feiert den hundertsten Geburtstag von Calder, Zubiri, Moore und Kobro indem er bei der Eröffnungsvorlesung in der Universität Vigo die Frage aufwirft, ob die Universität ein Tetrahedron sei oder nicht.

1998

Er schafft eine Serie radikaler Skulpturen die zu F. Casás, A.R-Samaniego, J.L.Moraza und J.Loeck Stellung beziehen und beginnt mit der Konstruktion von portablen Tempeln, die in der Sargadelos Gallerie in Pontevedra ausgestellt werden. Er bereitet eine Ansammlung skulpturaler Prototypen vor, jeweils mit Rädern, welche bei der Zerstörung von Antipersonen-Minen benutzt werden sollen.

1999

Auf dem Kuopio Symposium in Finnland, wirft er die Frage auf, daß die Quintessenz des Designm wenn es sie gibt, wäre, zu wissen wie man Coca Cola in ein Murano Glas giesst. Der gewählte Leiter des Bildhauer-Departments schlägt in seinem Programm - nach J.Tudela - vor, den Begriff der Skulptur so wie er im Akademischen Verband dargestellt wird, auszulöschen. Er entscheidet, diese Autobiographiei für die Ausstellung in der Sargadelos Gallerie frei zu veröffentlichen.

2005

Er nimmt an, daß er in der Lage sein wird, aus dem Arbeitsleben auszuscheiden und Rainer M. Rilke zu lesen, nachdem er die Abgaben für die Sozialversicherung dreißig Jahre lang gezahlt hat, und so wird er dem lehrenden Personal die Freiheit geben, die er dem künstlerischen Team nie verweigert hat.

--- . aus: Juan Fernando de Laiglesia: "Les habitaciones del héroe", Pontevedra 1999. Übersetzung Dr. Erdel Verlag. ---

Auto-Cv 46-99 - english

1946

He is born in Madrid in Claudio Coello street, son of Juan Antonio, theatrical author and Josefina, exemplary Cadiz woman. He suffers serious intestinal problems which he survives with serum injections.

1955

He forgets to go to his first communion afternoon party, delighted with a rubber sword that he had been given. In the morning he finds their folding bed full of white little flowers and there was a meal at Samuel s, where years later Juana Mordó will settle.

1957

In a school trip to Pozuelo he dedicates the afternoon to eat some yellow flowers called bread and cheese, and he nearly dies. In a picture of all the grandsons, about sixteen of them, he discovers that he is the only one who is laughing.

1959

He imitates Captain Trueno in a party with the cousins and he receives a stab in the forearm with a calligraphy pen. He observes the scale models of theatrical scenarios that usually has at home and learns with great difficulty the text of Don Luis from a Don Juan Tenorio for children.

1960

From time to time he feels shudders when he hears playing free jazz to his father in a vertical piano. In a trip to Montecarlo he loses the passport and he is afraid for the second time; the first one was years before, faced with an illuminated green hand in the corner of the living room at night, the same color as the one Man Ray made in 1920, called Puericulture 2.

1961 He learns in Eduardo Capa 's shop in Arganda the foundry methods in brass in the manner of the lost wax, whose scent he will remember during all his life.

1962

In the town of Catache in the Peruvian Mountains an Indian woman gives him a hen egg when he was already on the horse to travel four hours to Cajamarca.

1963

He studies Aristotle, Pascal and Jung in Huachipa, near Lima, and the Veda and Gilgamesh texts with Dr.Rouillon. He shows his paintings to the Austrian muralist Winternitz. He goes for a walk with his partners, Robert Jablonsky, Bill Hinds and Bop Dolan along the deserts, where they find trepaned skulls.

1965

In the identification card for foreigners the Limean official writes "mes­tizo" to describe his race..

1968

Being in The Valetta, Malta, he hears on the radio the invasion of the Russian tanks in Czechoslovakia. He writes and plays in Gallarate, near Milan, the theatrical piece Il Pane whose third act is a debate with the public. People commented that he is a good actor but a bad author. Tennis, Hegel, basketball, psychoanalysis, Levi.Strauss and Husserl are his basic chores besides the trips on bicycle to Switzerland, where the tobacco was cheaper.

1969

He returns to Madrid in an Italian truck that transported a caterpiller, and from Irun in another English one, bringing a box sealed by the Brera Museum, with his canvas painted in Italy. He depicts well-known people in painting and brass and he discovers that all of them resemble a picture of his school card when he was 14 years old.

1970

He buys a used Ducati deluxe 250 cc blue colour, which he calls Blaue Reiter. He projects with architect Carlos Morales some multiple sculptures on pastoflex molds but the attempt fails.

1972

He paints 120 oils, two every evening, to decorate a hotel in Oropesa del Mar.

1973

In the sculpture lessons of Fine Arts in Madrid he is suggested to leave the electric polisher and to carve the wood by hand. He asks Joaquin Gurruchaga why today we are still impressed by Marco Aurelio's bust and he is invited to incorporate as a teacher in History of Art.

1975

He builds with iron and wood a profane Era of Armenteira in a Cambadoscellar-atelier and he talks with Paco Leiro and Manolo Paz. He uses the aluminous black cement that forges quickly.

1976

Elena Florez in the Alcazar journal dedicates to him one of the three columns about the works that he presented in a collective show in the Veltizquez Palace in Madrid, organized by Echauz. Enrique Azcoaga tells him that he will write a book about money. He carries out paintings with collapsible framework for the transport, but they will never be moved disassembled, and their structure become more interesting than the paintings themselves.

1977

In the dinners that he organizes R. Chávarri suggests to him not to do any more individual exhibitions as collective ones, as the last one in Tebas, a gallery that no longer exists. Paul Kijzer, representative of the Bergmans'films, buys him a drawing collection of birds.

1978

He presents in Madrid University one thesis about Phenomenology of the Aesthetic Experience in Mikel Dufrenne that he had written while raising his first son and on an upholstered table in white plastified material, built by himself. He divides in his lessons the History of Art in three verbs: to Feel,. to Make, to Say.

1979

He shows Juana Mordó some sculptural constructions that interest her, but he apologizes because at the moment the university doesn't allow him a lot of time to exhibit.

1980

With a group of sculptors he exhibit in Galiarte Gallery, and Pablo Serrano likes some brass birds hung from the ceiling, and which he had cast in Arganda.

1981

On Saturday mornings he does extraacademic doctorate courses in hisoffice, to which teachers of Art from different points of Spain attend.

1982

He writes for the Diart Magazine Kandinsky over Freud equal to Stravinsky over Lipps, but in 1999 he prefers substituting Stravinsky by Schönberg.

1980

He builds and shows his Boxes of Silent Music in the Miguel Angel Hotel in Madrid, and J. M_a Iglesias writes in Guadalimar whether he didn't know Cornell.

1981

He abandons the representation of epic-dramatic narrations and begins some portraits of objects like the spatula on Masaccio's scenery, or the hammer on yellow snow, or the series of red handle tools.

1982

He writes in August the book Aesthetic Rules to Make Metaphors thatJuan Sureda likes to publish in Akal, and Espasa Calpe doesn't publish, but that is the base of his doctorate courses and of a constellational theory that afterwards will be called conectivism, from the neurosience

1983

He carries out symmetrical biomorphic sculptures in great size that are part of the ontinuous absurd baggage in his trips between Galicia and Madrid.

1984

He writes for J.MY de Labra, who is living for some months at home, The Egg on the Cloth for the show at Biosca Gallery. He gives Luis Caruncho a lift on his motorbike along the Castellana Street.

1985

He coordinates the Tekne Review and writes Aesthetic Categories of the Current Spanish Sculpture founded on the nasoclastia, and ~e talks on the phone with Arnau Puig.

1986

As Eduardo Scala had foretold, in the show of the Casa de los Tiros in Granada there happens something positive (success and outcry) and something negative (they steal him a painting).

1987

He doesn't exhibit in Paris his Circus Project because Ignàsi Puigjaner dies, but he visits the Rodin Museum and exhibits Eros and Thanatos twice in Weiden, near Czechoslovakia, in the Ludwig Hammer Gallery.

1989

He exhibits in the Noes Gallery, which will close shortly after, a group of works that he calls 20 Games of Odd Symmetry, and in Huesca Symmetry Exercises on a Divergent Hanger. Martin Chirino likes Leukóptero, a three alabaster-block composition on the floor.

1990

The Rector Luis Espada commissions him to create the Faculty of Fine Arts in Pontevedra, which begins with J.Roselló and J.Chavete. G.Campos interviews him, he meets Isaac Diaz Pardo in the kitchen of the Galician Institute of Information and he begins to send students to Ireland andEngland. He begins a series of works about solid shades. In the Madrid City Council the official tel ls him that in screen there appears another Juan Femando de Laiglesia y Gonzalez de Peredo with the same identity card number, who lives in Malaga, but in his Gemini condition, he decides not to investigate.

1991

The open competition to sculpture Cathedra is delayed because the President of the jury is caught in a fire in Ourense. He will obtain only three votes because of the difficulty to understand his project as academically appropriate to Sculpture.

1992

He begins a series of drawing-traps for owls, bearing in mind the night visitor to his workshop in Tremoedo; four of them will be exhibited in '94 at the Edinburgh College of Art. But, in order not to exhibit, he pleads as excessive the administrative job of Dean, when in fact he didn't have very clear ideas.

1993

He organizes with M. Copon, T. Barreiro, I.P-Jofre, J.Loeck and others, an intercontinental meeting of F aculties of Arts in which there intervenes the beloved printmaker and saxophonist Javier de Diego, who disappears in the Galician Coast of Death a short time afterwards. He visits Paolo Ucello s The Battle of S. Romano in London.

1994

He writes Modal Landscape to present an exhibition ofGalician sculpturein the Museum of Lugo, which text is continued in the Castrelo Review, proposing then to J.M_a de Labra, J. Valverde and L.Novoa like the three great authorities of the current Galician Art, according to three respective aesthetic categories that he denominates Leira (to measure), Lareira (to narrate) and Lar (to remember).

1995

He travels to Lieja and visits the University Sculptural Park, he represents to the University ofVigo in the conference of Mediterranean countries in Nicosia and he proposes in a symposium the Hermeneutics of the gerund to understand the sculpture.

1996

He reaches fifty years of age without noticing and fixes his family residence in the house-shop of Tremoedo, in front of Montelobeira. He reviews a collection of writings that Ediciós do Castro will publish in '99 with the title Gross Theory for the Fragile Form. With his investigation group of Fine Arts, he proposes, in the ICOM 50th anniversary, Jupiter as a pattern for the artworks' restorers.

1997

Having dinner in Madrid with F.Sinaga and the Leona group he doesn't understand why the Prado Museum extension is not solved by building on top another one, the same. He celebrates the centennial of Calder, Zubiri, Moore and Kobro by proposing in the inaugural lesson at the University ofVigo whether or not the University is a tetrahedron.

1998

He carries out a series of radical sculptures that comments with F. Casas, A.R-Samaniego, J.L.Moraza and J.Loeck, and begins the construction of portable temples that will expose in the Pontevedra Sargadelos Gallery. He prepares a collection of sculptural prototypes with wheels that shall be used in the destruction of antipersonal mines.

1999

In the Kuopio symposium, Finland, he proposes that the essence of Design, if it exists, would be to know how to pour Coca Cola in a Murano glass. It is elected manager of the sculpture Department, proposing in his program, next to J. Tudela, the erasing of the term sculpture as representing the academic guild. He decides to publish free this auto-cv in the Sargadelos Gallery exhibition.

2005

He Supposes that he will be able to go into retirement and read Rainer Mil Rilke after having paid the Social Security contributions for thirty years, and so he will unblock the educational staff because he has never blocked the artistic one.

--- From: Juan Fernando de Laiglesia: "Les habitaciones del héroe", Pontevedra 1999. By permission of the author ---

Juan Fernando de Laiglesia

Seis fisterras de auga

Eröffnung am 9. September 2016 in Ourense, Sala Alterarte.

Algas marinas prensadas representando buracos na capa de ozono até que en 2060 chequen a pecharse
(algas, cartón, madeira, pintura, 120 x 60 cm, 2016)

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