Susanne Neumann zum Gast beim Galerienabend 2019

Am 21. September 2019 haben wir die Galerie artspace am Fischmarkt 3 und das Schaulager Am Schallern 4 ab 18 Uhr geöffnet.

Weitere Infos über das spannende und vielseitige Werk von Susanne Neumann.

Öffnungszeiten
Galerie artspace Erdel Fischmarkt 3 &
Schaulager Am Schallern 4 täglich geöffnet.
Tel.: 0941.70 21 94
Mobil Wolf Erdel: 0170.31 80 748
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Exklusivinterview mit Christl Baur, Ars Electronica Festival


Wie kam es zur Idee für das neue Format einer Kunstmesse erstmals auf dem Ars Electonica Festival 2017?

Der „Gallery Space“ im Rahmen des Ars Electronica Festivals 2017 in der PostCity war der Start unser Initiative, die Medienkunst und den Kunstmarkt auf eine konstruktive Art zusammenzuführen und ein Collectors Programme anzubieten. Auch für uns war diese Art von „Art Market“ eine ganz neue Thematik. Bereits im Oktober 2016 fand unter der Federführung von Christa Sommerer, Professorin and der Kunstuniversität Linz, Studiengang ,interface cultures‘, im Lentos Kunstmuseum Linz erstmals ein Symposium statt, um über Medienkunst im Kontext des Kunstmarktes zu diskutieren. Der zweite Teil dieses Symposiums fand während dem Festival ebenfalls in der PostCity statt.

Es gibt interessante neue Strömungen und Möglicheiten, wie etwa Online-Galerien oder auch erfolgreiche Online-Auktionen. Auch die Meinungs- und Wertbildung im Kunstmarkt erfolgt zunehmend über Online-Magazine und nicht mehr ausschließlich über gedruckte Hochglanzbroschüren und Magazine. Durch Big-Data-Analysen werden Rankings von KünstlerInnen erstellt wodurch sich nicht nur die Wert- und Meinungsbildung im Kunstmarkt verändert, sondern auch die Verwertung.

Gleichzeitig interessieren sich Galerien und SammlerInnen immer stärker für Medienkunst was auch damit zu tun hat, dass mittlerweile klar ist, dass die künstlerische Arbeit, die aus einer digitalen Welt entsteht oder die digitale Welt reflektiert, ein entscheidender Teil unserer zeitgenössischen Kunst geworden ist und eine Trennung zwischen Medienkunst und zeitgenössischer Kunst daher obsolet geworden ist. Abgesehen von Galerien, beschäftigt sich auch eine immer größer werdende Anzahl von SammlerInnen mit Medienkunst und vergessen langsam ihre Skepsis. Nicht zuletzt möchte natürlich ebenfalls eine junge Generation von MedienkünstlerInnen zunehmend mit dem Kunstmarkt Verbindung aufnehmen.

Aufgrund der hohen Anziehungskraft auf sehr unterschiedliches Publikum, sei es die Linzer Bevölkerung aus dem Umfeld oder internationale Kuratoren oder Kunstschaffende, eignet sich das Festival ausgezeichnet, um dieses Format weiter zu diskutieren. Der Diskussionsbedarf besteht und gleichzeitig lässt sich über das Festival eine größere Zielgruppe mit einbeziehen, v.a. auch die Künstler, die direkt involviert sind in diese Diskussion bzw. die sich in ihren Arbeiten damit auseinandersetzen müssen.

Wer waren die federführenden Köpfe für den neuen Programmpunkt „Gallery Spaces“?

Diese Initiative, die von einer Gruppe internationaler Experten wie Bozars Medienkunstkurator Christophe de Jaeger, Rosina Gomez Baeza (langjährige Direktorin von LABoral), der renommierten Medienkünstlerin Prof. Christa Sommerer und Ars Electronica Direktor Gerfried Stocker getragen wird, soll eine Plattform für die Begegnung und den Austausch zwischen Kunstmarkt und Medienkünstlern bieten. Damit verbunden ist auch die Gluon-Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einen neuen Zugang zu Kunst und Wissenschaft zu etablieren, indem sie interessierte Künstler, Wissenschaftler und Sammler für eine neue Art der Zusammenarbeit an dieser Schnittstelle zusammenbringt. Ausgewählte Künstler werden Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen vorgestellt und können einen Wissenschaftler als "Scientist-in-Residence" im Atelier des Künstlers auswählen. Sammler haben die Möglichkeit, Gönner dieser Residenz zu werden und diese zu finanzieren und die Produktion eines neuen Projektes zu finanzieren. Die Gluon-Initiative ist eine Kooperation zwischen Ars Electronica, der Serpentine Gallery und Bozar.

Neben der Ausstellung, den Gallery Spaces, in denen international renommierte Galerien wie Galerie Charlot (Paris/Tel Aviv-Jaffa), Galerie Anita Beckers (Frankfurt) und Steve Fletcher mit seiner in Linz gelaunchten Agentur ‚The Artists Development Agency‘ Künstler und deren Arbeiten präsentiert haben fand ein Symposium mit Konferenzen und Round Tables statt, zu diesen internationale Protagonisten wie Hans Ulrich Obrist, Paul Dujardin und Christophe de Jaeger sowie herausragende Künstler wie Manthia Diawara, Rachel Rose oder Damian Ortega nach Linz eingeladen wurden.

Warum ist dieses neue Angebot so wichtig für das Festival Ars Electronica?

Da es mittlerweile offensichtlich ist, dass die Digitalisierung vor keinem Bereich unseres Lebens oder der Wirtschaft Halt macht, verändert sich natürlich auch der Kunstmarkt. Wir möchten die unterschiedlichen Akteure zusammenbringen und ihnen eine Plattform bieten, wo die wichtigen Themen diskutiert und besprochen werden können., Uns ist es wichtig, dass alle Protagonisten des Kunstmarktes vertreten sind: Künstler, Galerien, Kulturinstitutionen, Künstleragenturen wie z. B. die von Steve Fletcher, junge Künstler dabei unterstützt einen Zugang zu Galerien und dem Kunstmarkt zu erhalten, sowie Start-Ups wie niio, die digitale Vertriebsmöglichkeiten anbieten und so das Thema der Erhaltung und dem Zugang zu Medienkunst adressieren. Es soll ein Diskussionsformat geschaffen werden, dass zum gegenseitiges Kennenlernen und zu einer Austausch zwischen den Beteiligten führt und neue Ansätze zu bekannten Problematiken gefunden werden können.

Wie war das Feedback auf die Eröffnungsvorträge?

Natürlich eignet sich ein einstündiger Talk, in den mehrere Personen involviert sind nicht direkt, darüber zu diskutieren, welches Format nun wirklich Sinn macht oder welches man mit in die Zukunft nehmen möchte, sondern es werden einzelne Positionen zu präsentieren. Um gemeinsame Parameter z.B. hinsichtlich einer Lösung der Problematik der Konservierung von Medienkunst zu schaffen, müssen die unterschiedlichen Akteure an einen gebracht werden um in längeren Gesprächen nach übereinstimmenden Lösungen zu suchen. Doch auch wenn es hier noch keine Ergebnisse gibt ist es uns wichtig, diesen Prozess anzustoßen und eine Situation zu schaffen in der unterschiedliche Teilnehmer sich kennenlernen und vernetzten können um in weiteren Gesprächen, über dieses Format hinaus, die Ideenfindung weiterzuführen und zukunftsträchtige Modelle zu entwickeln.

Wie erfolgreich konnten sich die Akteure während des Festivals miteinander vernetzen?

Innerhalb der Ausstellungsräume und diskursiven Formate gab es vielfältige Möglichkeiten sich auszutauschen und kennenzulernen. Zusätzlich wurde ein Collectors Programme angeboten, ein speziell organisiertes Programm mit Führungen, Vorträgen und Empfängen, welches auch in diesem Jahr wieder stattfinden und weiter ausgebaut wird.

Wie war die Resonanz der Besucher?

Um eine Zahl zu nennen, es haben 2017 über 100.000 Besucher innerhalb von 5 Tagen das Festival besucht. Durch die Einbettung des Gallery Spaces auf der räumlichen Ebene der Themenausstellung war hier eine Trennung nicht auf den ersten Blick ersichtlich, außer in der räumlichen Gestaltung und Architektur der Räume. Diese Verknüpfung hat ein sehr positives Echo hervorgerufen, da der sonst übliche Messencharakter nicht vorhanden war und Regelwerk des Messebetriebes außer Kraft gesetzt waren. Auch hat sich ein reger Austausch mit den Besuchern und anderen Akteuren des Festivals ergeben, die nicht zwangsläufig sonst auf Kunstmessen unterwegs sind. Insgesamt war das Setting und die Verortung der Räumlichkeiten ein großer Erfolg und sind auf sehr positive Resonanz von allen Beteiligen gestoßen.

Wird das Ars Electronica Festival nun auch zu einem Ort für eine Medienkunstmesse?

Nein, wir haben nie den Anspruch oder Ziel gehabt, dass der Gallery Space eine eigenständig Messe wird. Unsere Initiative wird auch weiterhin im Rahmen der Aktivitäten des Festivals stattfinden und somit ein Teil davon sein. Die Interaktion der Teilnehmer steht bei uns im Vordergrund und nicht das finanzielle Interesse.

Der „Gallery Space“ unterscheidet sich ja sehr von herkömmlichen Präsentationsformen auf Kunstmessen? Wie kam die Ausstellungsarchitektur an?

Auch international gibt es einige Galerien die wieder weg von dem White Cube als einzige Präsentationsmöglichkeit gehen und sie ziehen in leerstehende Fabrikhallen. Auch bei uns wurde dieses spannende Setting der Gallery Spaces einerseits innerhalb des Paketspeichers des ehemaligen Postverteilerzentrums und andererseits in einem ehemaligen Dokumentenlager der Finanzbörde, als sehr spannend empfunden. Diese spektakulären Räumlichkeiten wurden durch eine dezente Architektur von weißen Wänden hervorgehoben, auf denen die Kunstwerke vor einem neutralen Hintergrund, innerhalb eines faszinierenden Raumes präsentiert wurden. Bewusst haben wir auf Seitenwände verzichtet um die Blickachsen nicht zu stören und den Raum von mehreren Ebenen begehbar gemacht, z.B. auf den Förderbändern.

Nach welchen Kriterien wurden die Galerien ausgewählt?

Der „Gallery Space“ war ein erster Versuch, die zwei Welten von Ars Electronica und dem Kunstmarkt zu verknüpfen. Wir haben die Galeristen, die in Linz präsentiert wurden, alle persönlich eingeladen, ohne Bewerbungs- und kein Selektionsverfahren. Viele Galerien, die sich bereits seit vielen Jahren mit der Kunst des bewegten Bildes, sowie Kunstformen beschäftigen, die sich an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft befinden, waren bei uns vertreten.
Es war uns auch ganz wichtig, dass sich die Galeristen nicht nur im Gallery Space aufhalten oder sich den ein oder anderen Talk anhören, sondern dass sie auch vom allgemeinen Programm des Festivals und von den Vernetzungsmöglichkeiten profitieren. Und das wurde auch sehr gut angenommen, dass es eben nicht nur um einen Kunstmarkt geht, sondern um die Einbettung dieses Teils in das Ganze.

Gibt es diesen Programmpunkt auf dem Festival in Zukunft erneut?

Ja, wir haben uns aufgrund des sehr positiven Feedbacks entschieden, auch 2018 wieder einen Gallery Space beim Festival, vom 6-10. September in Linz zu präsentieren. Wir sehen von allen Seiten sehr großes Interesse, sich gegenseitig auszutauschen und einander besser kennenzulernen und wir möchten auch in den nächsten Jahren diese unterschiedlichen Welten zusammenführen. Wie jedes Format benötigt auch dieses seine Zeit um sich zu etablieren und auf das Interesse der größeren Masse innerhalb des Kunstmarktes zu stoßen und es ist auf jeden Fall in unserem Interesse dieses Format weiterzutragen.

Welche Ziele streben Sie mit dem „Gallery Space“ an?

Wir möchten ein alternativer Raum für Akteure des Kunstmarktes sein, in dem monetäre Interessen nicht den Vorrang haben, sondern der Austausch und die Vernetzung. Unser primäres Interesse liegt also nicht in den Zahlen der verkauften Arbeiten, sondern darin, Künstlern den Weg zu erleichtern, mit ihrem Schaffen ihr (Über)Leben sichern zu können. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem sich Galerien, Sammler und Künstler vernetzen können und dadurch einen kleinen Beitrag leisten um eine Entwicklung voranzutreiben und es freut uns wenn uns Menschen besuchen, die uns bisher nicht auf ihrem Radar hatten.

Wie war die Reaktion der Medien auf dies neue Kunst-Format?

Unser Ziel ist erreicht, wenn wir den Ansatz für Diskursebene geschafft haben und wenn dies über das Jahr hindurch aufrecht erhalten werden kann. Ich will damit nicht sagen, dass wir alleine den Anstoß gegeben haben, denn Anstöße gibt es seit 10 Jahren immer wieder, aber dass wieder ein neuer Impuls hinzukam, ist sicherlich hilfreich Und hoffentlich sehen auch Künstler außerhalb des klassischen Marktes hier die Möglichkeit einer Erwerbsquelle ohne ihre künstlerische Praxis zu ändern oder and die momentanen Bedürfnisse des Marktes anzupassen.

Über Christl Baur

Christl Baur

Christl Baur ist Forscherin und Kulturproduzentin mit interdisziplinärem Hintergrund in Kunstgeschichte, Kulturmanagement und Naturwissenschaften. Sie arbeitet seit 2016 mit Ars Electronica zusammen. Sie interessiert sich besonders für die Verbindung von ästhetischen und sozialen Praktiken, die sich um Kollaboration und Experimentieren drehen und soziale, politische und wirtschaftliche Handlungsmuster herausfordern.

Ihr Forschungsgebiet umfasst Themen wie Videokunst, Neue Medientechnologien, Computer, Biotechnologie und Interaktive Kunst und sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft.

Im Laufe des letzten Jahres hat sie umfangreiche Ausstellungen und Performances, Forschungs-, Residenz- und Publikationsprojekte entwickelt, co-produziert und realisiert – zuletzt in Kooperation mit Universitäten und wissenschaftlichen Verbänden wie Google Arts & Culture, Microsoft, der Linzer Kunstuniversität wie auch der Universität von Tsukuba. Sie arbeitet eng mit KünstlerInnen zusammen, deren Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie liegt.

Fotonachweis:
Christl Baur: By courtesy of Christl Baur
Medienkunst im Gallery Art Space 2017. Foto: Antonia Kienberger

The Frankfurt Art Experience: 6. bis 8. September 2019

art-experience-talk-frankfurt-2019Die Art Experience Talks (07.09.2019) debattieren zum Kunstwochenende ‘The Frankfurt Art Experience’ über relevante Fragen der Kunst.

Es geht um globale Kunstmärkte, Relevanz des Kuratierens und die Rolle der Museen. Mit Europachef von Christie's London Dirk Boll, F.A.Z. Redakteur Kolja Reichert, MMK Direktorin Susanne Pfeffer, Direktor der Nationalgalerie Berlin Udo Kittelmann und vielen mehr.

Die Teilnahme an den Art Experience Talks ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich.

In vier Talks reflektieren und diskutieren renommierte Kenner der Kunstwelt Impulse, Positionen und aktuelle Markttendenzen sowie internationale Entwicklungen auf dem Kunstmarkt. Der Abschluss-Talk widmet sich dem Blick auf die Potenziale Frankfurts.

Die Titel der Talks

  • Aktuelle Entwicklungen auf dem internationalen Kunstmarkt
  • Das Zusammenwirken von Kunstmarkt und Museen
  • Relevanz des Kuratierens für Künstler und Kunstmarkt
  • Verortung Frankfurt

Weltkunst: Chronik des deutschen und internationalen Kunstmarkts digitalisiert

Weltkunst 1927-1944 online abrufbar

Dank der Universität Heidelberg werden in wenigen Tagen alle frühen Weltkunst-Ausgaben im Netz frei zugänglich sein. Am 1. September wird die Universitätsbibliothek Heidelberg – nach Monaten des Digitalisierens – viele tausend Magazinseiten aus der Zeit von 1927 bis 1944 online stellen.

Sie sind eine unerschöpfliche Quelle für die Provenienzforschung und andere Kunstrecherchen: Sowohl die redaktionellen Inhalte als auch die Anzeigen können jetzt mit wenigen Klicks nach Werken, Künstlern, Sammlern, Auktionen, Kunsthandlungen, Orten und Museen durchsucht werden.

Als Chronik des deutschen und internationalen Kunstmarkts hat die Weltkunst auch die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte begleitet. Es ist uns wichtig, auch an dieses Kapitel in der Historie unserer Zeitschrift zu erinnern und transparent damit umzugehen.

Human Limitations - Limited Humanity

Die Möglichkeit, Grenzen zu überschreiten

ars-electronica-festival-themenausstellung-human-limitations-lilmited-humanity-2019
Putting The Pieces Back Together Again, Ralf Baecker (DE)

Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt füllen beim Ars Electronica Festival 2019 den Bunker der POSTCITY mit Medienkunst. Die Projekte gehen heuer mit unterschiedlichen Zugängen vor allem der Frage nach den menschlichen Grenzen nach.

Es waren immer schon unsere Schwächen und Limits, die uns antrieben, Technologie zu entwickeln. Im Laufe der Zeit haben wir stetig mächtigere Werkzeuge entwickelt, um unsere Grenzen hinauszuschieben oder gar zu überwinden. In Zeiten von Bioengineering und Artificial Intelligence stellt sich immer öfter die Frage, wie weit wir dabei gehen wollen, gehen dürfen.

„Human Limitations – Limited Humanity“ lautet der Titel der großen Ausstellung zum diesjährigen Thema des Ars Electronica Festivals, die im spektakulären Bunker der POSTCITY künstlerische Positionen zu dieser grundlegenden Frage präsentiert.

Erste Details verraten Christl Baur, Co-Produzentin des Ars Electronica Festivals, und Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der Ars Electronica im Interview auf dem Blog des Ars Electronica Festival!

ART Salzburg Contemporary 2019


Kiddy Citny. Trinity. Queenberg Gallery, Salzburg

Die dritte Auflage der ART Salzburg Contemporary vom 27. bis 29. September 2019 in Salzburg spannt mit ihren Specials einen faszinierenden Bogen von den Fixsternen der Moderne wie Bauhaus und Picasso bis herauf in die Jetztzeit. Street-Art-Künstler Kiddy Citny wird als Artist in Residence seine Vision einer besseren Welt entwickeln.

Zeitgenössische Kunst, Pop Art und klassische Moderne

Das sind die inhaltlichen Schwerpunkte, mit denen sich die ART Salzburg Contemporary vom 27. bis 29. September in der Salzburger Messe präsentieren wird. Vielfalt ist dabei das Leitthema dieser von Anfang an dezidiert international ausgerichteten Kunstmesse, die in diesem Jahr bereits ihre dritte Auflage erleben wird. ART Salzburg Contemporary-Direktorin Johanna Penz legt besonderen Wert darauf, „unserem hochinteressierten und aufgeschlossenen Salzburger Publikum Positionen und Programme zu zeigen, die in dieser Form in Salzburg bis dato noch nicht zu sehen waren. Also nicht noch mehr vom Gleichen, sondern ganz bewusst Neues und Anderes.“

Exzellentes Netzwerk von langjährigen Partnern

Johanna Penz setzt man auf die Kompetenz und das exzellente Netzwerk von langjährigen Partnern wie etwa der Galerie Dikmayer aus Berlin-Mitte, die anlässlich des 100 Jahr-Jubiläums der Bauhaus-Schule und in enger Kooperation mit dem Henry van de Velde Museum eine eigene Sonderpräsentation für Salzburg entwickeln wird. Neben ausgewählten Originalen des berühmten Bauhausmeisters und Künstlers Georg Muche werden sowohl Möbelstücke von Marcel Breuer, Mies van der Rohe und Erich Dieckmann, Metallarbeiten von Marianne Brandt und Wilhelm Wagenfeld sowie Keramik von Theodor Bogler zu sehen sein. Diesen erlesenen Bauhaus-Exponaten werden wiederum zeitgenössische Positionen gegenübergestellt, die sich nachweislich von den Großmeistern der Moderne inspirieren ließen.

Into the future

Mit dem lebensfrohen Street-Art-Künstler Kiddy Citny, der sich mittlerweile launig als der Dino dieser Szene bezeichnet und gerade erst mit seinem Künstlerkollegen Thierry Noir die denkmalgeschützten Berliner Mauer-Graffitis restaurierte, holt sich die ART Salzburg Contemporary zudem noch einen ausgewiesenen Performing Artist nach Salzburg, der dort in einer dreitägigen Malaktion von einer besseren lebensfroheren Welt träumen wird. Der Titel seiner Aktion: „Into the Future“.

ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL
27. – 29. September 2019

Eröffnung 26.9., 19.00 Uhr

Halle 1 – Messezentrum Salzburg, Am Messezentrum 1, A-5020 Salzburg

Zhao Bin: Panda

Zhao Bin: Panda 5
Öl auf Leinwand, 60 x 90 cm, 2017   4.200 Euro

Mehr: https://erdel-shop.de

oder auch im Schaulager, Am Schallern 4.

Zentrale Themen in Zhao Bins Werk sind Prozesse der kulturellen Durchdringung, der Aneignung und Adaption. Aber auch immer wieder Marginalisierungen und Aspekte des Fremden, die sich auch unabhängig von kulturellen Prägungen, nie gänzlich überwinden lassen. Zhao Bin entdeckt immer wieder das Befremdliche im Eigenen - eine besondere Form des Exotischen.

Auszeichnungen
Der in Changsha geborene Künstler Zhao Bin kam 1999 zum Studium an der Akademie der Künste nach München. Zhao Bin studierte von 1999 bis 2006 Malerei bei Prof. Axel Kasseböhmer. Die Diplomarbeit wurde mit dem Laura und Lorenz Reibling - Preis der Stiftung Kunstakademie München prämiert.

Publikationen
Wolf Erdel (Hrsg.) Zhao Bin: Münchner Arbeiten 2000-2006. Regensburg: Dr. Erdel Verlag, 2006.
Mit einem Textbeitrag von Franz Xaver Peintinger. 46 Seiten, 62 Abbildungen.
Wolf Erdel (Hrsg.). Zhao Bin 2006-2012. Regensburg: Dr. Erdel Verlag, 2012.

Ausstellungen im Dongwuan Museum, China (2015), im Millenium Center of Contemporary Art, Changsha, China (2012), in der Galerie Patricia Zewe, München (2011), Galerie Krampl, München (2009), in der Galerie Tai Yan Hong, Shanghai (2009) und seit 2005 regelmäßig im Artspace Erdel in Regensburg.

Ars Electronica: AI x Music Festival

6. bis 8. September 2019
Linz, Österreich


Credit: Alex Braga

Wenngleich die Anwendungen von Artificial Intelligence noch in den Kinderschuhen stecken, ist klar, dass wir auf eine Zäsur zusteuern. Höchst an der Zeit also, dass wir uns grundlegenden Fragen zuwenden. Etwa welche Rolle AI-basierte Systeme künftig spielen werden – oder besser: sollen? Wie es um die gesellschaftliche Akzeptanz und Verantwortung für diese autonomen, technischen Systeme bestellt ist? Und nicht zuletzt, was das für unser Leben und Selbstverständnis als Menschen bedeutet?

Im Rahmen eines von Ars Electronica und der Europäischen Kommission erstmals ausgerichteten „AI x Music Festivals“ versuchen MusikerInnen, KomponistInnen, KulturhistorikerInnen, TechnologInnen, WissenschaftlerInnen und AI-EntwicklerInnen aus aller Welt Antworten zu finden. Mit dabei sind renommierte Persönlichkeiten wie Hermann Nitsch, Christian Fennesz, Oliviero Toscani, Markus Poschner, Dennis Russell Davies, Maki Namekawa, Memo Akten, Sophie Wennerscheid, Josef Penninger, Siegfried Zielinski, Ludger Brümmer, Hugues Vinet, Matthias Röder, Renata Schmidtkunz oder Amanda Cox. Dazu kommen international führende EntwicklerInnen der Yamaha R&D Devision AI Group und Glenn Gould Foundation, von Googles Magenta Studio, SonyLab, IRCAM oder dem Nokia Bell Lab, auch diverse Start-Ups präsentieren sich.

Schauplätze des „AI x Music Festivals“ sind die Anton Bruckner Privatuniversität, das Ars Electronica Center, der Linzer Donaupark, die POSTCITY und das Stift St. Florian. Letzteres ist der unbestrittene Hotspot des „AI x Music Festivals“: Ob Marmorsaal, Kirche, Krypta oder Gruft – die eindrucksvollen Räumlichkeiten dieses spirituellen Orts bilden einen perfekten Rahmen, um über die künftige Rolle intelligenter Maschinen und unser Selbstverständnis als Menschen nachzudenken.

Ars Electronica wird 40

2019 wird Ars Electronica 40 und startet eine ganze Reihe neuer Initiativen


Credit: Ars Electronica / Robert Bauernhansl

Am 18. September 1979 begann in Linz das allererste, kleine, aber wegweisende „Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft“. Heute, vier Jahrzehnte später, ist Ars Electronica eine der weltweit größten und wichtigsten Plattformen für Medienkunst, Zukunftsideen und Innovation – und gefragt wie noch nie.

„Die digitale Revolution hat keinen Stein auf dem anderen gelassen und unser Leben von Grund auf verändert“, so Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica. „Und obwohl es eigenartig ist, das nach 40 Jahren zu sagen, aber das war erst der Anfang.“ Denn die Digitalisierung hat zwar alle unsere Lebensbereiche erfasst, bislang aber vor allem bestehende Abläufe unserer industrialisierten Welt vereinfacht und beschleunigt.

„Was jetzt kommt, ist etwas völlig anderes“, blickt Gerfried Stocker voraus. „Wir stehen an der Schwelle zu einer Zeit, in der das Denken und Entscheiden digitalisiert wird. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird das Digitale erstmals wirklich selbstständig. Für Doris Lang-Mayerhoferr, Beiratsvorsitzende der Ars Electronica und Linzer Kulturstadträtin bahnen sich da revolutionäre Entwicklungen an, die uns alle in den nächsten Jahren massiv beschäftigen werden. „Was das für jede/n Einzelne/n von uns bedeutet, steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten von Ars Electronica, die deshalb so aktuell und wichtig ist wie nie zuvor.“

Neue Dauerausstellung, neue Wechselausstellungen, neue Labs – das Ars Electronica Center Linz erfindet sich neu

Vier Millionen Euro werden dieses Jahr in das Museum der Zukunft investiert – 2,5 Millionen Euro davon kommen von der Stadt Linz, 1,5 Millionen Euro steuert Ars Electronica selbst bei. „In der ersten Jahreshälfte bauen wir eine komplett neue Dauerausstellung, die den Fokus auf Künstliche Intelligenz legt“, so Gerfried Stocker. „Angesichts der Tragweite und der Komplexität dieser Technologie ist es der Bildungsauftrag von Ars Electronica, jeder und jedem eine grundsätzliche Vorstellung davon zu vermitteln, was KI ist und wie sie funktioniert.“ Für Linz ist dies besonders wichtig, denn: „Gerade weil Linz und Oberösterreich mit der JKU, der Fachhochschule Hagenberg und den vielen High-Tech-Unternehmen in Punkto Zukunftstechnologien sehr gut aufgestellt sind, werden KI-Anwendungen hier sehr bald und massiv aufschlagen“, sagt Gerfried Stocker. Die gesamte Schau wird als Gegenüberstellung von menschlicher und maschineller Intelligenz konzipiert sein. Interaktive Stationen fragen danach, wie wir Menschen und wie Maschinen lernen, denken und entscheiden und nicht zuletzt, wie wir Menschen fühlen? Eingebettet werden diese Szenarien in eine „GeoSphäre“, die sich dem Anthropozän widmet. Im Mittelpunkt steht dabei die Welt, die wir Menschen verändern und gestalten.

Parallel zur Dauerausstellung im dritten Untergeschoß wird auch das erste Untergeschoß des Ars Electronica Center neu gestaltet. Hier und damit genau an der Schnittstelle zwischen der neuen Dauerausstellung, dem darüber befindlichen Deep Space und den Wechselausstellungen, werden komplett neu konzipierte Labs eingerichtet. „Diese Labs werden nicht länger nur ein Raum, sondern eine neue Form der Vermittlung sein, die unseren BesucherInnen tolle Möglichkeiten bieten werden, sich Themen aktiv und gemeinsam zu erarbeiten und dabei ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen“, so Gerfried Stocker.

Neue Kategorien – der Prix Ars Electronica widmet sich künftig der Verbindung von KI und Life Art und fahndet nach jugendlichem Revolutionsgeist
Seit 1987 wird der Prix Ars Electronica weltweit ausgeschrieben, er gilt als der traditionsreichste und prestigeträchtigste Preis im Bereich der Medienkunst. 2019 erfährt der Wettbewerb grundlegende Neuerungen.

Mit der neuen Kategorie „AI & Life Art“ werden ab sofort Projekte und Kunstwerke gesucht, die einerseits um Maschinelles Lernen, Deep Learning oder andere Forschungsfelder und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz kreisen sowie andererseits Projekte, die Fragen und Methoden der Bio- und Gentechnologie bzw. der synthetischen Biologie aufgreifen. „Die Verbindung von KI-Systemen und Biotechnologie wird in den nächsten Jahren bahnbrechende Resultate zeitigen, die sich massiv auf uns Menschen und unser Menschenbild auswirken werden“, ist Gerfried Stocker überzeugt. „Es ist deshalb absolut notwendig, die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz sowie die ethische und politische Dimensionen dieser technologisch-wissenschaftlichen Entwicklungen zu reflektieren und möglichst breit zu diskutieren.“

Im Bereich „u19 – CREATE YOUR WORLD“ wird der Prix Ars Electronica ab sofort in zwei Kategorien ausgeschrieben: eine für „Young Creatives“ unter 14 und eine für „Young Professionals“ zwischen 14 und 19. Während die Jüngeren zum spielerischen und kreativen Tüfteln an der Zukunft ermutigt werden sollen, sind bei den „Young Professionals“ alternative Zukunftsideen und -konzepte gefragt, die sich deutlich abheben von den Strategien der aktuellen Generation von EntscheidungsträgerInnen. „Wir suchen junge, kreative Geister, die sich am System reiben, dagegen aufbegehren und andere, nachhaltigere Strategien für unsere Zukunft vorschlagen“, fasst Gerfried Stocker zusammen.

Neues europäisches Festival für AI & Music

Erstmals wird Ars Electronica dieses Jahr ein eigenes europäisches Festival für AI und Musics veranstalten, dessen Programm Konzerte für ein breites Publikum ebenso wie diskursive Formate umfassen wird. An der Programmentwicklung werden maßgeblich Markus Poschner (Chefdirigent des Bruckner Orchester), Dennis Russell Davies (Chefdirigent der Philharmonie Brünn) und Volkmar Klien (Institutsdirektor für Komposition, Dirigieren und Computermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität) mitwirken. Als Partner ist zudem das Linzer Brucknerhaus mit an Bord. Thematisch wird sich das Festival der Gegenüberstellung von menschlicher und maschineller Kreativität widmen. Die allererste Ausgabe des neuen Festivals wird zeitgleich mit der Ars Electronica von 5. bis 9. September 2019 stattfinden, teils in Räumlichkeiten des Stiftes St. Florian, teils in der POSTCITY Linz.

Neue „Ars Electronica Initiatives“ in Japan, Australien und den USA

Japan zählt zu den technologieaffinsten Ländern der Welt und ist ein Hotspot der internationalen Medienkunstszene. Seit Jahren ist Ars Electronica in Japan, konkret in „Tokyo Midtown“ und dem „Knowledge Capital Osaka“, ganzjährig präsent. Gemeinsam mit Hakuhodo, NTT, NHK, Miraikan, Toyota, Honda, Osaka University und vielen weiteren gestaltet „Ars Electronica Japan“ hier regelmäßig Ausstellungen, Konferenzen und Workshops, lädt zu Future Innovator Summits, beteiligt sich an Think Tanks und betreibt Auftragsforschung. Neben einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Aktivitäten ist „Ars Electronica Japan“ aktuell intensiv in Japans Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2020 involviert und betreibt gemeinsam mit NTT das Forschungsprojekt „Swarm Arena“, das dem Publikum ein völlig neues Erleben von Sportevents eröffnen soll. Parallel dazu läuft ein ebenfalls sehr ambitioniertes Forschungsprojekt mit NHK, dessen Fokus auf der nächsten Generation von ultra-hochauflösenden TV-Geräten liegt. Ende Februar lädt „Ars Electronica Japan“ darüber hinaus zu einer Festivalausgabe der „School of the Future“ nach „Tokyo Midtown“: Die seit 2017 laufende Präsentations- und Diskussionsreihe widmet sich Zukunftsthemen im Schnittfeld von Kunst, Technologie und Gesellschaft und wird nun erstmals in Form eines viertägigen Festivals veranstaltet.

Neues Residency-Programm für KünstlerInnen – das Europan ARTifical Intelligence Lab

Gemeinsam mit zwölf angesehenen Kunst- und Kultureinrichtungen initiiert Ars Electronica das Europan ARTifical Intelligence Lab. Die europaweite, für drei Jahre anberaumte Initiative wird vom Creative Europe Programm der Europäischen Union ko-finanziert und eröffnet KünstlerInnen die Chance auf Residencies bei wissenschaftlichen Institutionen, darunter das Muntref Centro de Arte y Ciencia, das Laboratorio de Neurociencia de la Universidad Torquato Ditella in Buenos Aires oder die University of Edinburgh. Im Zuge eines weltweiten Wettbewerbs, der noch bis 17. Februar läuft, wird ermittelt, wer die erste Residency antreten kann. Die Ausschreibung richtet sich an KünstlerInnen, die an der Schnittstelle von Neurowissenschaften und Künstlicher Intelligenz neue künstlerische Ansätze entwickeln möchten. Die Ergebnisse der Residency werden dann beim Ars Electronica Festival in Linz sowie europaweit bei zwölf Netzwerkpartnern präsentiert.

Neue Space-Programme – europaweite Aktivitäten rund um das Thema Weltraum und Erdbeobachtung

Gemeinsam mit zwölf weiteren Partnern arbeitet Ars Electronica in enger Abstimmung mit der ESA und der renommierten Universität Leiden ab sofort am europaweiten Projekt „spaceEU“ mit. Bis 2020 soll eine Ausstellung zum Thema Weltraum konzipiert und gestaltet werden, die dann in zehn europäischen Ländern auf Tour geht. Ebenfalls entwickelt wird ein umfangreiches Workshop-Programm, das die Schau begleitet. Finanziert wird „spaceEU“ vom EU-Programm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ und soll Jugendliche für Karrieren in der Raumfahrt und in relevanten Forschungsgebieten begeistern. Die Beteiligung an „spaceEU“ ist die jüngste Schiene der mittlerweile recht umfassenden Ars Electronica-Aktivitäten zum Thema Weltraum und Raumfahrt: Seit Juni 2016 ist das Linzer Ars Electronica Center das offizielle European Space Education Resource Office (kurz ESERO) Österreichs, erst im vergangenen Jahr gestaltete Ars Electronica Solutions das neue ESA-BesucherInnenzentrum in Frascati bei Rom und ist aktuell mit der Entwicklung eines KI-Systems beauftragt, das künftig die Satellitenbilder der ESA auswerten soll.

Neue Research Institutes – Künstlerische Forschung zu konkreten Zukunftsfragen

Unbürokratisch, fokussiert und direkt werden die neuen Research Institutes arbeiten, die Ars Electronica ab sofort gemeinsam mit renommierten WissenschaftlerInnen aufbaut und damit eine Brücke schlägt zwischen künstlerischer Grundlagenforschung und konkreten Anwendungen, etwa in der Wirtschaft. Das erste Research Institute betreibt Ars Electronica gemeinsam mit Werner Jauk, Musiker, Klangkünstler und außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz zum Thema „Auditory Cultures“. Die (Zwischen-)Ergebnisse dieser Research Institutes werden künftig im Rahmen jedes Ars Electronica Festival präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Zero Gravity

Apollo 11 and the new notion of space

Eröffnung: Samstag, 20. Juli 2019, 19 Uhr
Eres Stiftung München

Ausstellungsdauer: 20. Juli - 30. November 2019

Zero Gravity Eres Stiftung 2019

Künstler
Thomas Bayrle, Martha Boto, Lygia Clark, Attila Csörgő, Stano Filko, Dan Flavin, Gregor Hildebrandt, Anna Jermolaewa, Lukas Kindermann, Peter Kogler, Gyula Kosice, Annie Leibovitz, Sonia Leimer, Sol LeWitt, Otto Muehl, Lowell Nesbitt, Nam June Paik, Walter Pichler, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Robert Rauschenberg, Fred Sandback, Hans Schabus, Richard Serra, Mark Wallinger, Andy Warhol, Lawrence Weiner

sowie
* Architekturentwürfe und -modelle (Galina Balaschowa, Richard Buckminster Fuller, Wolf D. Prix u.a.)
* Musik (John Cage, Brian Eno, György Ligeti u.a.)
* Film, TV, Radio, Print
* Technische Exponate aus der Raumfahrt

Vor 50 Jahren, in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969, betritt zum ersten Mal ein Mensch den Mond. Neil Armstrongs historischer Satz „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“ und die Bilder von Astronauten, die in ihren Raumanzügen leichtfüßig über die Mondoberfläche springen, entfachen weltweite Euphorie.

Der Erfolg von Apollo 11 markiert den Höhepunkt eines Zukunftsoptimismus, der mit den ersten Weltraummissionen Anfang der 60er-Jahre einsetzt und nahezu alle Lebensbereiche erfasst. Innovative Technologien und Materialien, mit denen der Kosmos erobert wird, formen eine „Space“-Ästhetik, die international von der bildenden Kunst über Architektur, Musik, Film und Design bis hin zu Mode und Kinderspielzeug den Zeitgeist bestimmt. Das Vordringen in unbekannte Dimensionen durch die Raumfahrt verschiebt die bislang gültigen Grenzen und Raumerfahrungen. Begriffe und Konzepte von Raum und Zeit, von Außen und Innen werden neu definiert. Gerade der Blick und die Bilder aus dem All schärfen das Bewusstsein für die Begrenztheit und Fragilität der Erde.

Wie dynamisch sich in der Folge Raum- und Grenzerweiterungen in Kunst und Wissenschaft entwickeln, umkreist die Ausstellung ZERO GRAVITY. Sie zeigt künstlerische Positionen im Kontext einer eigens für die Schau entwickelten heterotopischen Rauminstallation des Medienkünstlers Peter Kogler. Ein verspiegeltes Environment ermöglicht es dem Betrachter, in einen virtuellen Kosmos einzutauchen, der raumreflektive Arbeiten der 60er-Jahre von Andy Warhol, Robert Rauschenberg oder Sol LeWitt mit aktuellen Werken von Gregor Hildebrandt, Hans Schabus oder Sonia Leimer schwerelos verbindet.

Gleichwertig neben der Kunst werden technische Exponate aus der Raumfahrt, visionäre Architekturentwürfe und Ikonen der Popkultur präsentiert. Ebenso umfasst die Ausstellung eine kritische Auseinandersetzung mit historischen Wegbereitern der Raumfahrt wie dem Raketeningenieur Wernher von Braun. Ein umfassendes Wissenschaftsprogramm wirft Schlaglichter auf aktuelle Forschungsprojekte rund um den Mond als Rohstoffquelle und Zwischenstation für künftige Marsmissionen. Denn: Plötzlich ist der Mond wieder wichtig!

ERES-Stiftung
Römerstr. 15
D–80801 München

Tel +49 (0)89 388 79 0 79
Fax +49 (0)89 388 79 0 80
www.eres-stiftung.de

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Öffnungszeiten

Wir sind Montag bis Freitag
von 11 bis 18 Uhr für Sie da!

artspace Erdel Fischmarkt 3
& Schaulager Am Schallern 4

Gerne auch nach Vereinbarung.
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