Vita

amportraet420Ana Matt (*1958) lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin nahe ihrer Heimatstadt Regensburg. Ihre Arbeitsgebiete sind großformatige Malerei und Collagen. Ihr malerisches Werk oszilliert zwischen der visuellen Abstraktion und der poetischen Chiffrierung im Wort. Kennzeichnend für Ana Matts Werk sind starke kräftige Linien und Farben.

Als Künstlerin beschäftig sich Ana Matt mit dem Erforschen der Vielfalt der Natur und dem Verknüpfen von Kunst, Literatur und Musik. Sie sucht die Bewegung und findet ihre Inspiration im Konträren. „Schicht für Schicht arbeite ich mich zum Bild vor. Fotografien werden zu Fotomontagen. Kunst repräsentiert eine Idee, wird zum Spiegel eines Sachverhaltes, der sich in unterschiedlichen Formen und Techniken darstellt.“ (Ana Matt)

Ausstellungen (Auswahl)
2016: Krankenhaus Barmherzige Brüder, Regensburg
2013: 22. Jahres-Ausstellung der Sparkasse Regensburg
2009: Museen der Stadt Regensburg, Minoritenkirche
2011: Galerie Roland Aphold, Basel
2004: Galerie Cernohorskych, Prag
2003: Kunstverein Reco Arte, Vicenza
2000: Galerie Picpus, Montreux
1993: Kunsthäuschen e.V., Düsseldorf

Projekte (Auswahl)
Herzfunken
Kunst gegen Mobbing
Lebensspuren
Faustisches Vermächtnis
Historische Brücken

Wolf Erdel über die Arbeiten von Ana Matt

Das Hauptthema von Ana Matts neuen Arbeiten ist mit dem Element Erde verbunden. Ana Matt stellt dem Zustand der Erde, die grundrechtlich in Besitz genommen wird, die darunterliegende Sicht der Erde als Naturzustand gegenüber. Sie erreicht das ganz real durch die Verbindung zweier Bildebenen. Es entstehen poetische, narrative Arbeiten auf dem Boden und als Hintergrund exakt vermessener Rechtsverhältnisse.

Die historischen Flurkarten von Regensburg aus der grafischen Druckanstalt Franz Anton Niedermayr - selbst von hohem grafischen Reiz - kontrastieren mit den malerischen Arbeiten von Ana Matt.


Foto: Peter Burkes

Weitere Fotos von der Eröffnung sind auf facebook eingestellt.

Ursprung der Flurkarten im Werk von Ana Matt

Gastkommentar von Peter Burkes

Die Flurkarten stammen aus den Jahren 1811/1812, trotz der späteren handschriftlichen Vermerke, in denen die Jahreszahl 1888 vorkommt. Es gab nur diese damalige Erfassung.


Ana Matt: Am Regen, Acryl auf Leinwand mit Folien-Overlay, 83,5 x 83,5 cm, 2018
2.800 Euro

Bei den von Ana Matt verwendeten Reproduktionen handelt es sich um die Ortsblätter der Uraufnahme von 1811/1812. "Diese Blätter waren damals - abweichend vom sonst für Bayern geltenden Flurkarten-Blattschnitt - speziell auf die Stadt Regensburg zugeschnittenen. Daher rührt auch die in römischen Zahlen etwas umständlich geratene Überschrift "Stadt Regensburg N.O. 42 et 43 Beilage I ad No. 16 et 17". Das heißt, dieses Blatt umfasst Teile der Flurkarten NO42-16, NO42-17, NO43-16 und NO43-17. Durch diesen Sonderblattschnitt konnte man die ganze Kernstadt in nur 2 Blättern im Maßstab 1:2500 abbilden.

Genau auf die Sache mit dem Blattschnitt bezieht sich die später hinzugefügte Anmerkung, da steht nämlich "Bezüglich der Blattseiten-Änderung siehe die Beilage des Berichtes vom 13. Juni 1888. - Esch.[= Entschließung, soviel wie Verordnung] No. 3129/88. Altinger Trigonometer."

Ab 1900 hat man ein anderes Format und einen anderen Maßstab benutzt. Im übrigen wäre 1888 schon die Eisenbahn eingezeichnet gewesen." - Diese Informationen stammen von Martin Kempter, der vielen als Forscher zum Thema Burgfrieden bekannt ist.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Peter Burkes, der uns diese Informationen geschickt hat! Peter Burkes schreibt auf https://www.regensburger-tagebuch.de/

Sonntagsmatinee mit Benno Hurt

12. Mai 2019 | 11 Uhr | artspace

wir freuen uns sehr, die Einzelausstellung HEIMAT mit neuen Arbeiten von Ana Matt mit einer Sonntagsmatinee mit Benno Hurt beschließen zu können.

Benno Hurt, der die Künstlerin seit vielen Jahren kennt und schätzt, wird kürzere Texte über Regensburg lesen. Ana Matt ist ebenfalls anwesend. Rainer Klofat, der 1968 das erste Merian-Heft über Regensburg herausgegeben hat, ist ebenfalls zu Gast.

Wir laden Sie ein, mit den Texten von Benno Hurt in das rebellische Regensburg der 1980er Jahre einzutauchen, mit Ana Matts Kunstwerken "Im Bann der Flurkarten" (Dr. Helmut Hein) eine neuartige Perspektive auf Regensburg zu entdecken und mit den Künstlern in ein anregendes Gespräch zu kommen. Das Schaulager können Sie auf Wunsch auch gerne besichtigen.

Benno Hurt hat ein gutes Auge und einen feinen Sinn für Menschen und die Welt, in der sie leben. Diese Fähigkeit nützte ihm in seiner Zeit als Richter, vor allem aber prägt sie sein künstlerisches Werk als Schriftsteller und Fotograf. Benno Hurt wurde 1999 mit dem Kulturpreis der Stadt Regensburg geehrt und erhielt 2012 den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Zur Einstimmung hier der Link zu einem sehr persönlichen Portrait von Benno Hurt in TVaktuell.

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch.

Fulminante Finissage

Schön war's, bewegend war's, spannend war's.


Foto: Wolfgang Brachinger

Benno Hurt fesselte sein Publikum "in dienender Funktion für die Künstlerin Ana Matt". Sie kennen sich seit langem, schätzen sich sehr. Mit einfühlsamen Worten kontextualisierte Benno Hurt das Wesen der Künstlerin und die Bedeutung ihres Werks.

Arbeiten von Ana Matt finden Sie in unserem Online-Shop: www.erdel-shop.de

Anschließend las Hurt vier kurze Texte über Regensburg. Gekommen waren auch viele Wegbegleiter Benno Hurts, wie etwa Rainer Klofat, Herausgeber der Merian-Hefte, der Benno Hurt 1968 um einen Texte über die Stadt an der Donau bat. Eine der ersten Publikationen Hurts. Interessant bis heute, gerade auch im Kontext der starken städtebaulichen Veränderungen. Dazu wiederum wirkten sehr anregend die Arbeiten von Ana Matt.

Zu reden, diskutieren und debattieren gab es viel. Ein starker Abschluss einer sehr starken Ausstellung.

Mehr Fotos zur Finissage von Ana Matt im artspace Erdel

Künstler im artspace Erdel

Öffnungszeiten

Wir sind gerne für Sie da und zwar im:

artspace Erdel Fischmarkt 3
& Schaulager Am Schallern 4

Mittwoch & Freitag 16:00 - 19:00 Uhr

Ansonsten finden Sie uns jeden Werktag entweder im artspace oder im Schaulager, 20 Meter vom Fischmarkt entfernt.
Damit Ihr geschätzter Besuch nicht durch unsere gelegentlich betriebsbedingte Abwesenheit misslingt, empfehlen wir eventuell Anmeldung:

Kurzes Mail oder Anruf genügt: wolf@erdel.de bzw. 0941-702194 oder

mobil 0170-3180748 Dr. Wolf Erdel oder

skype: wolf.erdel

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