Hasso von Henninges - Kurzvorstellung

Hasso von Henninges

Farbe - Form - Raum, das ist der Dreiklang,
der das künstlerische Schaffen Hasso von Henninges bestimmt.
"Ich möchte eine Einheit zwischen Raum und Bild herstellen."

Als Künstler beschäftigt sich Hasso von Henninges mit drei großen Gebieten.

Es sind zum einen die Farben Schwarz und Weiß, die von Anfang an in seinem Werk präsent waren. Später kam die kräftige Farbe Rot hinzu. In der Folge wurde das Spektrum um die Grundfarben gelb und blau erweitert.

Das zweite Thema sind die Erdfarben. Farbtheoretisch bilden diese Farben einen eigenen Bereich, der sich vom lichten Ocker, über Orange, Rotbraun, Sepia, Grauviolett, Blauschwarz bis hin zu den erdgründen und grauen Farben erstreckt. Das Arbeiten mit diesem Farbbereich gleicht einem Balanceakt. Die Farben sind auf die Natur bezogen und von der Landschaft inspiriert, doch wird die organische Qualität durch die strenge Geometrie unterlaufen. Die Farben werden von ihrer Bedeutung losgelöst und zu etwas eigenem geführt.

Aquarellarbeiten bilden den dritten Bereich in Hasso von Henninges Werk.

Papier, Farbpigmente, Kreide und Fingerspitzen sind für Hasso von Henninges die zentralen Arbeitsmittel. Daraus entstehen sensible, empfindliche Bilder voller Spannkraft und Harmonie.

Hasso von Henninges, 1943 in Berlin geboren, promovierte an der Universität Berlin in Philosophie und kam nach langjähriger Tätigkeit als Sozialwissenschaftler zur Kunst.
Heute lebt und arbeitet er in Nürnberg, Berlin und Lanzarote.

Bildnachweis: Hasso von Henninges 2011 in seinem Atelier (Foto: Dr. Erdel Verlag)

Hasso von Henninges: Zeitungen: Übermalungen und Wandobjekte

18. Oktober – 26. November 2017

Verlagshaus der Süddeutschen Zeitung
Hultschiner Straße 8
81667 München-Berg am Laim

„ . . . Diese Ausstellung ist ein Farbenfest, ein Farbenrausch, eine Farborgie. Hasso von Henninges ist ein Farbarbeiter, einer, der sich jede Farbe einzeln erkämpft. Jetzt hat er sie alle erkämpft, die Grundfarben gelb, orange, rot, violett, blau und grün.

Und jetzt setzt er sie nebeneinander und übereinander, er jongliert mit ihnen, er redet mit ihnen und lässt sie reden, er lockt sie an und schickt sie wieder weg, er fängt sie ein, er wirft sie und fängt sie wieder auf; er breitet sie flächig auf dem Boden aus, wie unten im Erdgeschoß, läßt sie dort schwimmen und verschwimmen. Oder er wirft sie, wie hier im oberen Stockwerk, als Kringel über einen Nagel. Und immer ist das Material, das die Farbe trägt, Zeitungspapier. Hasso von Henninges Werkstoff ist schlichtes Zeitungspapier, es sind Seiten, viele, viele Einzelseiten der Süddeutschen Zeitung. Hasso von Henninges arbeitet die Süddeutsche Zeitungsseiten um – erst liest er die Zeitung, dann macht er das seine daraus.

Ein optischer Schwer- und Blickpunkt unserer Ausstellung ist die große farbige Bodenarbeit unten in der Eingangshalle. Zunächst dazu: Hasso von Henninges hat viele, viele Einzelseiten der Süddeutschen Zeitung mit jeweils sechs farbigen Zeilen übermalt: jeweils sechs Zeilen, jeweils sechs Farben, jeweils in verschiedener
Abfolge; rein rechnerisch gibt es insgesamt 720 verschiedene Abfolgen. Davon liegen 480 bemalte Zeitungsblätter aus – und es schimmern durch die Farben jeweils die Zeitungszeilen durch und geben den Farben eine besonders lebendige Qualität. Henninges hat die einzelnen Blätter auf dem Boden ausgelegt und
nebeneinander gelegt, das einzelne Blatt verschwindet, der Gesamteindruck wird schwimmend, man schwimmt in den Farben – es ist ein beglückendes Schwimmen. Man sieht den Seiten die Zeitung noch an – und die Buntheit der Farben ist wie die Visualisierung des Zeitungsinhalts.

Ich mag diese feinen Verfremdungen. Ich mag es, wie Hasso von Henninges der Zeitung ein neues, ein anderes Leben gibt . . . “

Auszüge aus der Eröffnungsrede von Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Prantl,
Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung
und Leiter des Ressorts Innenpolitik

Hasso von Henninges: Poesie der einfachen Dinge

Hasso von Henninges
Zeitungen

12.5. – 12.6.2016

Eröffnung der Ausstellung im Galeriehaus Nord in Nürnberg am Mittwoch, 11. Mai 2016, 19 Uhr

Es sprechen Margit Mohr (Galeriehaus Nord), Anni Sziegoleit (Kunstverein Hof) und Ralf Sziegoleit (Kulturjournalist Frankenpost).

Hasso von Henninges machte sich mit Konkreter Malerei und mit Farbinstallationen in sakralen Räumen einen Namen. In seiner neuen Werkgruppe befasst er sich mit einem "kunstfernen" Material: mit Tageszeitungen. Sie werden in großflächige, monochrome Wandobjekte umgearbeitet, die einen Dialog mit ca. 180 bemalten Einzelseiten eingehen, die bodenfüllend zu einem flirrenden Farbmeer ausgelegt sind. In der raumgreifenden Installation werden Zeitungen zu einer "Poesie der einfachen Dinge".

Hasso von Henninges Ausstellung Galeriehaus Nord 2016

Galeriehaus Nord
Wurzelbauerstr. 29
90409 Nürnberg
Telefon: 0911 - 55 33 87

Ausstellungstipp: Hasso von Henninges

Markierungen

im Münster von Heilsbronn

25. Mai bis 14. September 2014

1.508 Steine im Münster - Für die Installation im Mortuarium des Münsters hat Hasso von Henninges auf seine angestammten Malmittel verzichtet und sich für Naturmaterialien, für Steine, entschieden.


(Foto: Wolfgang Noack)

Das Mortuarium gehört zu den Grablegen im Münster. Die Steine belegen die ehemaligen Gräber. Sie nehmen die antike und jüdische Tradition auf, beim Besuch eines Grabes einen Stein zu hinterlassen. Zusammen mit Mitgliedern der Kirchengemeinde legte er – der LandArt verwandt – 1.508 unbearbeitete faustgroße Kieselsteine zu einem großen Bodenornament aus. Form und Größe orientieren sich an der Struktur der schräg verlegten Bodenplatten.

Das Steinornament bedeckt nahezu das ganze Mortuarium und betont diesen besonderen Ort als einen Bereich der Stille und Besinnung. Es wirkt streng, harmonisch und ruhig. Durch die unterschiedlichen Formen, Größen und Farben der Steine erscheint es zugleich lebendig. Der wechselnde Lichteinfall durch die hohen Südfenster und die damit verbundenen Schattenspiele sorgen für zusätzliche Dynamisierungen. Das Ornament ist für sich allein als ein Flächen- und Raumkörper eigener Art zu erleben, der den bisherigen Blick in das Münster verändert und neue Dialoge mit den historischen Kunstwerken eröffnet.

Eröffnung: Sonntag, 25. Mai 2014 11 Uhr im Münster

Im Münster und im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn

Abteigasse 7 - 91560 Heilsbronn
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Heilsbronn
In Kooperation mit der Stadt Heilsbronn

Öffnungszeiten
RPZ: 9 - 16 Uhr (Sonntag bis 12 Uhr)
Münster: 10 - 17.30 Uhr

Hasso von Henninges: Neue Arbeiten

Eines der künstlerischen Lebensthemen von Hasso von Henninges sind die graubunten und braunen Erdfarben. Ihrer Farbigkeit will er immer neue Aspekte abgewinnen.

In der Ausstellung "Neue Arbeiten" im Kunstverein Hof zeigt Hasso von Henninges ab 13. Juni 2012 gegenstandslose Bilder mit geometrisch orientierten Farbfeldern, Tafeln mit irregulären und reliefartigen Pastellschichtungen sowie wandfüllend installierte Aquarelle.

Die Arbeiten sind gegenüber früher weniger regelgebunden; sie lassen der Spontanität und Freiheit mehr Raum.

Hasso von Henninges "Neue Arbeiten" im Kunstverein Hof

Die Eröffnung findet am 13. Juni 2012 um 19:30 in Anwesenheit des Künstlers statt.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Juli 2012 zu sehen.

Adresse: Kunstverein Hof e.V.
Galerie im Theresienstein, Am Theresienstein 1, 95028 Hof/Saale
Tel. 09281/972054
www.kunstverein-hof.de
Öffnungszeiten: Do.- So. 15 - 18 Uhr

Hasso von Henninges: "5 Farben" im Museum der Wahrnehmung in Graz

Hasso von Henninges hat ein sensibles Raumempfinden und ein wunderbares Gespür, Farbe und Raum zueinander in Beziehung zu setzen.


Ausstellung 300 Farbfelder 2011/Galerie Dr. Erdel (Foto: Patrick Reinig)

Aktuell stellt Hasso von Henninges im MUWA museum der wahrnehmung graz aus. Die Farbreihe "5 Farben" ist ganz auf den oktogonalen Ausstellungsraum abgestimmt. 60 Bilder, angeregt durch das Gedicht du blau von Eugen Gommringer, verselbständigen sich und interagieren miteinander: Jeweils drei der fünf Farben treten von Bild zu Bild in Dialog. Nur Farbe, sonst nichts. Drei waagerechte Streifen, deren stets gleiche Breite die Konzentration auf die Farben intensiviert.

Das systemische Projekt - für jede der 60 theoretisch möglichen Farbkombinationen wurde eine Bildtafel erstellt - wurde nach dem Zufallsprinzip gehängt.

Eine sehenswerte Ausstellung!
Eröffnung: 13. April 2012 um 19:30
zu sehen täglich außer Dienstags bis 14:00 - 18:30 bis 31. August 2012

Künstler im artspace Erdel

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