Ars Electronica: AI x Music Festival

6. bis 8. September 2019
Linz, Österreich


Credit: Alex Braga

Wenngleich die Anwendungen von Artificial Intelligence noch in den Kinderschuhen stecken, ist klar, dass wir auf eine Zäsur zusteuern. Höchst an der Zeit also, dass wir uns grundlegenden Fragen zuwenden. Etwa welche Rolle AI-basierte Systeme künftig spielen werden – oder besser: sollen? Wie es um die gesellschaftliche Akzeptanz und Verantwortung für diese autonomen, technischen Systeme bestellt ist? Und nicht zuletzt, was das für unser Leben und Selbstverständnis als Menschen bedeutet?

Im Rahmen eines von Ars Electronica und der Europäischen Kommission erstmals ausgerichteten „AI x Music Festivals“ versuchen MusikerInnen, KomponistInnen, KulturhistorikerInnen, TechnologInnen, WissenschaftlerInnen und AI-EntwicklerInnen aus aller Welt Antworten zu finden. Mit dabei sind renommierte Persönlichkeiten wie Hermann Nitsch, Christian Fennesz, Oliviero Toscani, Markus Poschner, Dennis Russell Davies, Maki Namekawa, Memo Akten, Sophie Wennerscheid, Josef Penninger, Siegfried Zielinski, Ludger Brümmer, Hugues Vinet, Matthias Röder, Renata Schmidtkunz oder Amanda Cox. Dazu kommen international führende EntwicklerInnen der Yamaha R&D Devision AI Group und Glenn Gould Foundation, von Googles Magenta Studio, SonyLab, IRCAM oder dem Nokia Bell Lab, auch diverse Start-Ups präsentieren sich.

Schauplätze des „AI x Music Festivals“ sind die Anton Bruckner Privatuniversität, das Ars Electronica Center, der Linzer Donaupark, die POSTCITY und das Stift St. Florian. Letzteres ist der unbestrittene Hotspot des „AI x Music Festivals“: Ob Marmorsaal, Kirche, Krypta oder Gruft – die eindrucksvollen Räumlichkeiten dieses spirituellen Orts bilden einen perfekten Rahmen, um über die künftige Rolle intelligenter Maschinen und unser Selbstverständnis als Menschen nachzudenken.

Ars Electronica wird 40

2019 wird Ars Electronica 40 und startet eine ganze Reihe neuer Initiativen


Credit: Ars Electronica / Robert Bauernhansl

Am 18. September 1979 begann in Linz das allererste, kleine, aber wegweisende „Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft“. Heute, vier Jahrzehnte später, ist Ars Electronica eine der weltweit größten und wichtigsten Plattformen für Medienkunst, Zukunftsideen und Innovation – und gefragt wie noch nie.

„Die digitale Revolution hat keinen Stein auf dem anderen gelassen und unser Leben von Grund auf verändert“, so Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica. „Und obwohl es eigenartig ist, das nach 40 Jahren zu sagen, aber das war erst der Anfang.“ Denn die Digitalisierung hat zwar alle unsere Lebensbereiche erfasst, bislang aber vor allem bestehende Abläufe unserer industrialisierten Welt vereinfacht und beschleunigt.

„Was jetzt kommt, ist etwas völlig anderes“, blickt Gerfried Stocker voraus. „Wir stehen an der Schwelle zu einer Zeit, in der das Denken und Entscheiden digitalisiert wird. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird das Digitale erstmals wirklich selbstständig. Für Doris Lang-Mayerhoferr, Beiratsvorsitzende der Ars Electronica und Linzer Kulturstadträtin bahnen sich da revolutionäre Entwicklungen an, die uns alle in den nächsten Jahren massiv beschäftigen werden. „Was das für jede/n Einzelne/n von uns bedeutet, steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten von Ars Electronica, die deshalb so aktuell und wichtig ist wie nie zuvor.“

Neue Dauerausstellung, neue Wechselausstellungen, neue Labs – das Ars Electronica Center Linz erfindet sich neu

Vier Millionen Euro werden dieses Jahr in das Museum der Zukunft investiert – 2,5 Millionen Euro davon kommen von der Stadt Linz, 1,5 Millionen Euro steuert Ars Electronica selbst bei. „In der ersten Jahreshälfte bauen wir eine komplett neue Dauerausstellung, die den Fokus auf Künstliche Intelligenz legt“, so Gerfried Stocker. „Angesichts der Tragweite und der Komplexität dieser Technologie ist es der Bildungsauftrag von Ars Electronica, jeder und jedem eine grundsätzliche Vorstellung davon zu vermitteln, was KI ist und wie sie funktioniert.“ Für Linz ist dies besonders wichtig, denn: „Gerade weil Linz und Oberösterreich mit der JKU, der Fachhochschule Hagenberg und den vielen High-Tech-Unternehmen in Punkto Zukunftstechnologien sehr gut aufgestellt sind, werden KI-Anwendungen hier sehr bald und massiv aufschlagen“, sagt Gerfried Stocker. Die gesamte Schau wird als Gegenüberstellung von menschlicher und maschineller Intelligenz konzipiert sein. Interaktive Stationen fragen danach, wie wir Menschen und wie Maschinen lernen, denken und entscheiden und nicht zuletzt, wie wir Menschen fühlen? Eingebettet werden diese Szenarien in eine „GeoSphäre“, die sich dem Anthropozän widmet. Im Mittelpunkt steht dabei die Welt, die wir Menschen verändern und gestalten.

Parallel zur Dauerausstellung im dritten Untergeschoß wird auch das erste Untergeschoß des Ars Electronica Center neu gestaltet. Hier und damit genau an der Schnittstelle zwischen der neuen Dauerausstellung, dem darüber befindlichen Deep Space und den Wechselausstellungen, werden komplett neu konzipierte Labs eingerichtet. „Diese Labs werden nicht länger nur ein Raum, sondern eine neue Form der Vermittlung sein, die unseren BesucherInnen tolle Möglichkeiten bieten werden, sich Themen aktiv und gemeinsam zu erarbeiten und dabei ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen“, so Gerfried Stocker.

Neue Kategorien – der Prix Ars Electronica widmet sich künftig der Verbindung von KI und Life Art und fahndet nach jugendlichem Revolutionsgeist
Seit 1987 wird der Prix Ars Electronica weltweit ausgeschrieben, er gilt als der traditionsreichste und prestigeträchtigste Preis im Bereich der Medienkunst. 2019 erfährt der Wettbewerb grundlegende Neuerungen.

Mit der neuen Kategorie „AI & Life Art“ werden ab sofort Projekte und Kunstwerke gesucht, die einerseits um Maschinelles Lernen, Deep Learning oder andere Forschungsfelder und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz kreisen sowie andererseits Projekte, die Fragen und Methoden der Bio- und Gentechnologie bzw. der synthetischen Biologie aufgreifen. „Die Verbindung von KI-Systemen und Biotechnologie wird in den nächsten Jahren bahnbrechende Resultate zeitigen, die sich massiv auf uns Menschen und unser Menschenbild auswirken werden“, ist Gerfried Stocker überzeugt. „Es ist deshalb absolut notwendig, die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz sowie die ethische und politische Dimensionen dieser technologisch-wissenschaftlichen Entwicklungen zu reflektieren und möglichst breit zu diskutieren.“

Im Bereich „u19 – CREATE YOUR WORLD“ wird der Prix Ars Electronica ab sofort in zwei Kategorien ausgeschrieben: eine für „Young Creatives“ unter 14 und eine für „Young Professionals“ zwischen 14 und 19. Während die Jüngeren zum spielerischen und kreativen Tüfteln an der Zukunft ermutigt werden sollen, sind bei den „Young Professionals“ alternative Zukunftsideen und -konzepte gefragt, die sich deutlich abheben von den Strategien der aktuellen Generation von EntscheidungsträgerInnen. „Wir suchen junge, kreative Geister, die sich am System reiben, dagegen aufbegehren und andere, nachhaltigere Strategien für unsere Zukunft vorschlagen“, fasst Gerfried Stocker zusammen.

Neues europäisches Festival für AI & Music

Erstmals wird Ars Electronica dieses Jahr ein eigenes europäisches Festival für AI und Musics veranstalten, dessen Programm Konzerte für ein breites Publikum ebenso wie diskursive Formate umfassen wird. An der Programmentwicklung werden maßgeblich Markus Poschner (Chefdirigent des Bruckner Orchester), Dennis Russell Davies (Chefdirigent der Philharmonie Brünn) und Volkmar Klien (Institutsdirektor für Komposition, Dirigieren und Computermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität) mitwirken. Als Partner ist zudem das Linzer Brucknerhaus mit an Bord. Thematisch wird sich das Festival der Gegenüberstellung von menschlicher und maschineller Kreativität widmen. Die allererste Ausgabe des neuen Festivals wird zeitgleich mit der Ars Electronica von 5. bis 9. September 2019 stattfinden, teils in Räumlichkeiten des Stiftes St. Florian, teils in der POSTCITY Linz.

Neue „Ars Electronica Initiatives“ in Japan, Australien und den USA

Japan zählt zu den technologieaffinsten Ländern der Welt und ist ein Hotspot der internationalen Medienkunstszene. Seit Jahren ist Ars Electronica in Japan, konkret in „Tokyo Midtown“ und dem „Knowledge Capital Osaka“, ganzjährig präsent. Gemeinsam mit Hakuhodo, NTT, NHK, Miraikan, Toyota, Honda, Osaka University und vielen weiteren gestaltet „Ars Electronica Japan“ hier regelmäßig Ausstellungen, Konferenzen und Workshops, lädt zu Future Innovator Summits, beteiligt sich an Think Tanks und betreibt Auftragsforschung. Neben einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Aktivitäten ist „Ars Electronica Japan“ aktuell intensiv in Japans Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2020 involviert und betreibt gemeinsam mit NTT das Forschungsprojekt „Swarm Arena“, das dem Publikum ein völlig neues Erleben von Sportevents eröffnen soll. Parallel dazu läuft ein ebenfalls sehr ambitioniertes Forschungsprojekt mit NHK, dessen Fokus auf der nächsten Generation von ultra-hochauflösenden TV-Geräten liegt. Ende Februar lädt „Ars Electronica Japan“ darüber hinaus zu einer Festivalausgabe der „School of the Future“ nach „Tokyo Midtown“: Die seit 2017 laufende Präsentations- und Diskussionsreihe widmet sich Zukunftsthemen im Schnittfeld von Kunst, Technologie und Gesellschaft und wird nun erstmals in Form eines viertägigen Festivals veranstaltet.

Neues Residency-Programm für KünstlerInnen – das Europan ARTifical Intelligence Lab

Gemeinsam mit zwölf angesehenen Kunst- und Kultureinrichtungen initiiert Ars Electronica das Europan ARTifical Intelligence Lab. Die europaweite, für drei Jahre anberaumte Initiative wird vom Creative Europe Programm der Europäischen Union ko-finanziert und eröffnet KünstlerInnen die Chance auf Residencies bei wissenschaftlichen Institutionen, darunter das Muntref Centro de Arte y Ciencia, das Laboratorio de Neurociencia de la Universidad Torquato Ditella in Buenos Aires oder die University of Edinburgh. Im Zuge eines weltweiten Wettbewerbs, der noch bis 17. Februar läuft, wird ermittelt, wer die erste Residency antreten kann. Die Ausschreibung richtet sich an KünstlerInnen, die an der Schnittstelle von Neurowissenschaften und Künstlicher Intelligenz neue künstlerische Ansätze entwickeln möchten. Die Ergebnisse der Residency werden dann beim Ars Electronica Festival in Linz sowie europaweit bei zwölf Netzwerkpartnern präsentiert.

Neue Space-Programme – europaweite Aktivitäten rund um das Thema Weltraum und Erdbeobachtung

Gemeinsam mit zwölf weiteren Partnern arbeitet Ars Electronica in enger Abstimmung mit der ESA und der renommierten Universität Leiden ab sofort am europaweiten Projekt „spaceEU“ mit. Bis 2020 soll eine Ausstellung zum Thema Weltraum konzipiert und gestaltet werden, die dann in zehn europäischen Ländern auf Tour geht. Ebenfalls entwickelt wird ein umfangreiches Workshop-Programm, das die Schau begleitet. Finanziert wird „spaceEU“ vom EU-Programm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ und soll Jugendliche für Karrieren in der Raumfahrt und in relevanten Forschungsgebieten begeistern. Die Beteiligung an „spaceEU“ ist die jüngste Schiene der mittlerweile recht umfassenden Ars Electronica-Aktivitäten zum Thema Weltraum und Raumfahrt: Seit Juni 2016 ist das Linzer Ars Electronica Center das offizielle European Space Education Resource Office (kurz ESERO) Österreichs, erst im vergangenen Jahr gestaltete Ars Electronica Solutions das neue ESA-BesucherInnenzentrum in Frascati bei Rom und ist aktuell mit der Entwicklung eines KI-Systems beauftragt, das künftig die Satellitenbilder der ESA auswerten soll.

Neue Research Institutes – Künstlerische Forschung zu konkreten Zukunftsfragen

Unbürokratisch, fokussiert und direkt werden die neuen Research Institutes arbeiten, die Ars Electronica ab sofort gemeinsam mit renommierten WissenschaftlerInnen aufbaut und damit eine Brücke schlägt zwischen künstlerischer Grundlagenforschung und konkreten Anwendungen, etwa in der Wirtschaft. Das erste Research Institute betreibt Ars Electronica gemeinsam mit Werner Jauk, Musiker, Klangkünstler und außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz zum Thema „Auditory Cultures“. Die (Zwischen-)Ergebnisse dieser Research Institutes werden künftig im Rahmen jedes Ars Electronica Festival präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Zero Gravity

Apollo 11 and the new notion of space

Eröffnung: Samstag, 20. Juli 2019, 19 Uhr
Eres Stiftung München

Ausstellungsdauer: 20. Juli - 30. November 2019

Zero Gravity Eres Stiftung 2019

Künstler
Thomas Bayrle, Martha Boto, Lygia Clark, Attila Csörgő, Stano Filko, Dan Flavin, Gregor Hildebrandt, Anna Jermolaewa, Lukas Kindermann, Peter Kogler, Gyula Kosice, Annie Leibovitz, Sonia Leimer, Sol LeWitt, Otto Muehl, Lowell Nesbitt, Nam June Paik, Walter Pichler, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Robert Rauschenberg, Fred Sandback, Hans Schabus, Richard Serra, Mark Wallinger, Andy Warhol, Lawrence Weiner

sowie
* Architekturentwürfe und -modelle (Galina Balaschowa, Richard Buckminster Fuller, Wolf D. Prix u.a.)
* Musik (John Cage, Brian Eno, György Ligeti u.a.)
* Film, TV, Radio, Print
* Technische Exponate aus der Raumfahrt

Vor 50 Jahren, in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969, betritt zum ersten Mal ein Mensch den Mond. Neil Armstrongs historischer Satz „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“ und die Bilder von Astronauten, die in ihren Raumanzügen leichtfüßig über die Mondoberfläche springen, entfachen weltweite Euphorie.

Der Erfolg von Apollo 11 markiert den Höhepunkt eines Zukunftsoptimismus, der mit den ersten Weltraummissionen Anfang der 60er-Jahre einsetzt und nahezu alle Lebensbereiche erfasst. Innovative Technologien und Materialien, mit denen der Kosmos erobert wird, formen eine „Space“-Ästhetik, die international von der bildenden Kunst über Architektur, Musik, Film und Design bis hin zu Mode und Kinderspielzeug den Zeitgeist bestimmt. Das Vordringen in unbekannte Dimensionen durch die Raumfahrt verschiebt die bislang gültigen Grenzen und Raumerfahrungen. Begriffe und Konzepte von Raum und Zeit, von Außen und Innen werden neu definiert. Gerade der Blick und die Bilder aus dem All schärfen das Bewusstsein für die Begrenztheit und Fragilität der Erde.

Wie dynamisch sich in der Folge Raum- und Grenzerweiterungen in Kunst und Wissenschaft entwickeln, umkreist die Ausstellung ZERO GRAVITY. Sie zeigt künstlerische Positionen im Kontext einer eigens für die Schau entwickelten heterotopischen Rauminstallation des Medienkünstlers Peter Kogler. Ein verspiegeltes Environment ermöglicht es dem Betrachter, in einen virtuellen Kosmos einzutauchen, der raumreflektive Arbeiten der 60er-Jahre von Andy Warhol, Robert Rauschenberg oder Sol LeWitt mit aktuellen Werken von Gregor Hildebrandt, Hans Schabus oder Sonia Leimer schwerelos verbindet.

Gleichwertig neben der Kunst werden technische Exponate aus der Raumfahrt, visionäre Architekturentwürfe und Ikonen der Popkultur präsentiert. Ebenso umfasst die Ausstellung eine kritische Auseinandersetzung mit historischen Wegbereitern der Raumfahrt wie dem Raketeningenieur Wernher von Braun. Ein umfassendes Wissenschaftsprogramm wirft Schlaglichter auf aktuelle Forschungsprojekte rund um den Mond als Rohstoffquelle und Zwischenstation für künftige Marsmissionen. Denn: Plötzlich ist der Mond wieder wichtig!

ERES-Stiftung
Römerstr. 15
D–80801 München

Tel +49 (0)89 388 79 0 79
Fax +49 (0)89 388 79 0 80
www.eres-stiftung.de

Sommerprogramm

Am 12. September 2019 eröffnen wir die neue Kunstsaison mit Susanne Neumann.

In großformatiger Malerei, Fotografien und Objekten setzt Susanne Neumann Grundmuster des Menschseins in Szene: Verwurzelung - Entwurzelung, Wanderbewegungen - Integration, Nomadentum - Vergesellschaftung, Ruhe - Bewegung.

Unter dem Titel "in Bewegung" stellt sie neue Arbeiten rund um das Themenfeld Mobilität vor. Malerei und Fotografie im artspace Erdel, Fischmarkt 3 und eine Installation und Objektkunst im Schaulager Am Schallern 4.

Weitere Infos über das spannende und vielseitige Werk von Susanne Neumann.

Öffnungszeiten
Galerie artspace Erdel Fischmarkt 3 - Sommerpause bis 12. September 2019
Schaulager Am Schallern 4 täglich geöffnet.
Tel.: 0941.70 21 94
Mobil Wolf Erdel: 0170.31 80 748
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Science, Technology & Arts – STARTS

Seit dem 10. Januar 2019 können TechnologInnen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, Institutionen, Labs und Unternehmen ihre Projekte für den diesjährigen STARTS Prize, Teil der STARTS Initiative der Europäischen Kommission, einreichen. Dieser Preis wird von Ars Electronica (Linz), BOZAR und Waag im Auftrag der Europäischen Kommission ausgeschrieben. Das Ziel der Initiative liest sich wie ein Programm zur Kulturförderung und wirtschaftlichen Sicherung der Kreativszene: "Die STARTS Initiative der Europäischen Kommission
Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können und die Gesellschaft in positiver Weise nachhaltig zu gestalten ist Europa auf Innovationen angewiesen. Mit alternativen Forschungsmethoden und kritischen Standpunkten zur Technologie können KünstlerInnen entscheidend zu Innovationen und Technologien beitragen, die humanzentriert und für die Gesellschaft angepasst sind. Auf diese Weise wirken die Künste als Katalysator für die Umsetzung von wissenschaftlichem und technologischem Wissen rund um neue Produkte, Dienstleistungen und Ansätze in Gesellschaft, Forschung und Wirtschaft. Um KünstlerInnen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Kunst voll in die europäischen Innovationsprozesse einzubeziehen hat die Europäische Kommission die STARTS Initiative gestartet." (Ars Electronica, Linz). Links zu der äusserst diskussionswürdigen und begrüßenswerten Initiative hier: https://ars.electronica.art/aeblog/de/?s=STARTS, eine Kurzeinführung hier: https://www.youtube.com/watch?v=Vfgex-NEpEA

(we, 15.1.2019)

Hélène de Beauvoir

Kunstgeschichte und politische Zeitgeschichte

Eine schöne Ausstellungskritik von Christine Richard vom SÜDKURIER über Hélène de Beauvoir und die Jubiläumsausstellung im Museum Würth in Erstein.
Fazit: Mehr ist als nur eine Kunst-Schau

Hélène de Beauvoir  Radierung Illustration zu La femme rompueDie Ausstellung ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Erstein ist nur 20 Autominuten von Goxwiller entfernt. Die schöne Hélène, tief verwurzelt in der Region, war mit ihrer eigenwilligen Eleganz und unkonventionellen Existenz als Künstlerin ein Vorbild für viele Frauen auf dem Land. Mehr noch: Sie engagierte sich für soziale Projekte vor Ort – sie leitete etwa ein Atelier für Peugeot-Arbeiter und war Mitbegründerin des Straßburger Frauenhauses. „S.O.S. Femmes Alternative Alsace“, heißt einer ihrer Plakat-Entwürfe von 1979.

Mithin ist diese Ausstellung mehr als nur eine Kunst-Schau. Sie spiegelt Kunstgeschichte und politische Zeitgeschichte. Kunst als Zeitzeugenschaft.

Mehr Informationen und ausgewählte Kunstwerke finden Sie in unserem Online-Kunstshop.

 

Maskenbildner Wolfgang Utzt für Lebenswerk geehrt

Bereicherung der deutschen Theater- und Kunstszene

Der in Märkisch-Oderland lebende Maskenbilder Wolfgang Utzt ist für sein Lebenswerk geehrt worden. Er erhielt in Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten, teilte die Staatskanzlei mit. Utzt habe mit seinem Schaffen jahrzehntelang die deutsche Theater- und Kunstszene bereichert, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seiner Laudatio. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.

Seine Masken, Figurinen, Grafiken und Bildentwürfe haben deutsch-deutsche Theatergeschichte geschrieben. Sie verweisen auf eine ästhetische Dimension, einen „Eigensinn", die sie zu besonderen, ganz und gar solitären Zeichen und Ausdrucksformen einer Kulturgeschichte der Moderne machen. Viele Kunstwerke des 76-Jährigen sind in Museen zu sehen.

Zauberkasten für Schamanen

43 Jahre lang wirkte Utzt am Deutschen Theater, von 1979 bis 2003 war er dort Chefmaskenbildner. Wolfgang Utzt ist eine Legende unter den Maskenbildnern. Als kongenialer Partner von Regisseuren wie Benno Besson, Friedo Solter, Alexander Lang, Thomas Langhoff, Heiner Müller, Robert Wilson oder Jürgen Gosch war er über Jahrzehnte an vielen bedeutsamen Inszenierungen des Deutschen Theaters in Berlin und an anderen Häusern beteiligt. Er betreute über 100 Theaterproduktionen.

Gunnar Decker würdigt die Arbeit des Schamanen Wolfgang Utzt in "Theater der Zeit" (9/2018) mit folgenden Worten: "Ursprung und Abstraktion treffen sich in den Masken von Wolfgang Utzt. [...] Utzt machte mittels der Maske die Tragödien erkennbar und schenkte den Schauspielern einen intimen Spielhintergrund für das Gesicht." Von allen Produktionen hebt Decker die Maske für Christian Grashof in seiner Doppelrolle als Danton und Robespierre in der Inszenierung von Alexander Lang hervor.

Theaterplakat Volker PfüllerDas Plakat, Bühnenbild und Kostüme zu diesem Stück stammen von Volker Pfüller. 

Das Plakat haben wir im Schaulager Am Schallern 4 in Regensburg vorrätig. Weiter Details finden Sie unter erdel-shop.de

Wolfgang Utzt künstlerisches Werk reflektiert Frank Hörnigk in der Publikation In Masken geht die Zeit. Das Werk des Maskenbildners Wolfgang Utzt. Klappenbroschur mit 184 Seiten, Format: 220 x 235 mm
ISBN 978-3-940737-80-9

Nach dem Ausstieg aus dem Beruf begann Wolfgang Utzt wieder zu zeichnen. Vor zwei Jahren erschien sein erstes Buch "Das Gürteltier kam nachts um vier".

Preisträger Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie

Vergeben wurden auch der Brandenburgische Kunstpreis der "Märkischen Oderzeitung" und der Stiftung Schloss Neuhardenberg. Im Bereich Malerei ging die Ehrung an Carola Czempik im Bereich Grafik an Frank Diersch, im Bereich Skulptur an Dorit Trebeljahr und im Bereich Fotografie an Göran Gnaudschun. Den mit 6000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis des Landes erhielt Conrad Panzner.

Der Brandenburgische Kunstpreis wird seit 2004 verliehen. Das Kulturministerium vergibt jedes Jahr Stipendien in Höhe von 150 000 Euro an Künstler. 50 000 Euro werden zudem für die Atelierförderung bereit gestellt.

Schaulager am Schallern 4 - schauen Sie einfach mal vorbei!

schaulager 420

Das Schaulager ist für uns nicht nur Aufbewahrungsort sondern auch Spielstätte, Proberaum, Labor, Werkstatt. Gerade im Winter und ausserhalb der Messezeiten im (Kunst-)Jahr finden Sie uns hier. Einzelstücke der laufenden Ausstellung und Arbeiten aus vorangegangenen Ausstellungen - manche in Kommission, andere im Besitz des Verlages - können Sie hier sehen und gerne auch probeweise in der Hängung begutachten.

Zur Zeit arbeiten wir auch an dem Aufbau einer Sammlung im Internet: www.erdel-shop.de (oder oben in der Menüliste "Kunstshop"), wir freuen uns, wenn Sie hier Stücke finden, die für Ihre Sammlung interessant sind.

Wenn wir gerade nicht da sind: einfach anrufen, oft sind wir im artspace am Fischmarkt 3  und gehen gerne zum Schaulager hinüber. Tel. 0941-702194

schallern4 420

Hier finden sie uns am Schallern 4 - wenige Meter vom Fischmarkt 3 entfernt.

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Öffnungszeiten

Wir sind Montag bis Freitag
von 11 bis 18 Uhr für Sie da!

artspace Erdel Fischmarkt 3
& Schaulager Am Schallern 4

Gerne auch nach Vereinbarung.
Kontakt: 0941 - 70 21 94 und Mobil 0170 - 31 80 748

Besuchen Sie auch unseren Kunstshop www.erdel-shop.de