J.F. de Laiglesia: Kepler Zyklus - Nr.9, 2009, 24 x 29 cm, Mischtechnik auf kaschierter Schaumstoffplatte, Applikation

400 Monde lautete der Titel der Ausstellung die 2009 in der Galerie am Fischmarkt gezeigt wurde - aber nach etwa 60 Monden und dem "symbolischen Teleskop" entschied der Künstler, daß die Ausstellung vollendet sei.

Und vollendet war die Ausstellung im besten Sinn des Wortes, denn die farbenprächtigen, zum Teil irisierend schimmernden Objekte verwandelten die östliche Galeriewand in einen Himmel voller geheimnisvoller Sterne - geheimnisvoll wie jede Schönheit sein muß, damit sie nicht in Besitz genommen werden kann und als Versprechen immer Ziel bleibt - Ziel und Richtung wie die Sterne, die dem Flieger Saint-Exupery nachts auf seinen Postflügen als Orientierung dienten, obwohl oder gerade weil sie nie erreichbar waren.

Als es nach der Hängung und dem Abschalten der Galerielampen dunkel wurde in der Galerie kam die zweite Überraschung: Jetzt, im schwachen Licht, zur Stunde der Astronomen, verwandelten sich die Bilder unter unseren Augen zu plastischen Objekten, kamen kugelig-räumlich hervor und zeigten sich in ganz verändertem Aussehen. Es war Juan Fernando de Laiglesia gelungen, den Zauber der Sterne wenigstens für die kurze Zeit der Ausstellung in der Galerie bannen. (w.e.)

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Kunstwerk im Fokus

Franz Pröbster Kunzel: Hecke.
Acryl auf Leinwand, 150 x 150 cm, 2018

Gleißendes Sonnenlicht und das Gelb der Stoppelfelder. Und dazwischen immer wieder das Braun der Erde. Lebensgrundle für uns alle.

In Franz Pröbster Kunzels Garten des Hl. Irrsinns kann die Landschaft / Natur physisch und auch kollektiv erfahren werden. In seinen Bildern werden emotionale Landschaften erlebbar. Ein unfassbar spannendes Werk, immer wieder eine Einladung, in uns selbst hineinzuspüren und mit offenen Augen und mit weitem Herz in die Welt zu blicken.

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