J.F. de Laiglesia: Kepler Zyklus - Nr.9, 2009, 24 x 29 cm, Mischtechnik auf kaschierter Schaumstoffplatte, Applikation

400 Monde lautete der Titel der Ausstellung die 2009 in der Galerie am Fischmarkt gezeigt wurde - aber nach etwa 60 Monden und dem "symbolischen Teleskop" entschied der Künstler, daß die Ausstellung vollendet sei.

Und vollendet war die Ausstellung im besten Sinn des Wortes, denn die farbenprächtigen, zum Teil irisierend schimmernden Objekte verwandelten die östliche Galeriewand in einen Himmel voller geheimnisvoller Sterne - geheimnisvoll wie jede Schönheit sein muß, damit sie nicht in Besitz genommen werden kann und als Versprechen immer Ziel bleibt - Ziel und Richtung wie die Sterne, die dem Flieger Saint-Exupery nachts auf seinen Postflügen als Orientierung dienten, obwohl oder gerade weil sie nie erreichbar waren.

Als es nach der Hängung und dem Abschalten der Galerielampen dunkel wurde in der Galerie kam die zweite Überraschung: Jetzt, im schwachen Licht, zur Stunde der Astronomen, verwandelten sich die Bilder unter unseren Augen zu plastischen Objekten, kamen kugelig-räumlich hervor und zeigten sich in ganz verändertem Aussehen. Es war Juan Fernando de Laiglesia gelungen, den Zauber der Sterne wenigstens für die kurze Zeit der Ausstellung in der Galerie bannen. (w.e.)

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Öffnungszeiten

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Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

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Mobil 0170 - 31 80 748

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Kunstwerk im Fokus

Dirk Streitenfeld: Dichterin

Dirk Streitenfeld: Der Dichter und die Dichterin
Öl auf Leinwand, 60 x 90 cm, 2016.

“Be always drunken.
Nothing else matters:
that is the only question.
If you would not feel
the horrible burden of Time
weighing on your shoulders
and crushing you to the earth,
be drunken continually.

Drunken with what?
With wine, with poetry, or with virtue, as you will.
But be drunken.

And if sometimes,
on the stairs of a palace,
or on the green side of a ditch,
or in the dreary solitude of your own room,
you should awaken
and the drunkenness be half or wholly slipped away from you,
ask of the wind,
or of the wave,
or of the star,
or of the bird,
or of the clock,
of whatever flies,
or sighs,
or rocks,
or sings,
or speaks,
ask what hour it is;
and the wind,
wave,
star,
bird,
clock will answer you:
"It is the hour to be drunken!”
― Charles Baudelaire, Paris Spleen

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