Barbara Muhr: They paid me for your address

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Mischtechnik auf Leinwand, 140 x 100 cm, 2025

"Die Arbeiten sind ausschließlich figürlich, wobei ich eine Verschränkung von veristischen Figurendarstellungen mit Porträtcharakter und geometrisch-abstrahierenden, flächigen Umräumen anstrebe, um eine reizvolle Widersprüchlichkeit von Plastizität und Flächigkeit zu erzeugen. Ich versuche, die Möglichkeiten der Medien Acryl, Kreide und Ölfarbe auszureizen. Das Wie steht dabei über dem Was und die Befriedigung der Augenlust soll primär aus der Bandbreite der Farbaufträge gewonnen werden. Ich strebe an, dass die Malerei selbst als sinnlich und appetitlich wahrgenommen wird. Zentrales Motiv ist der direkte Blick zum Betrachter, der zwischen Verführung und Anklage die Grenzen zwischen Selbstinszenierung und Ausbeutung verschwimmen lässt. Die Motive führen oft traditionelle Themen der Kunstgeschichte wie das Zusammenspiel der Gegensätze von Tod und Eros fort. Durch die Wiederaufnahme traditioneller Darstellungsmodi im Porträt mit zeitgenössischen Modellen wird die Ernsthaftigkeit der Inszenierungen infrage gestellt. Das Spiel mit Ironie und ernst gemeintem Pathos ist grundlegendes Movens meiner Kunst." Barbara Muhr


Öffnungszeiten

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Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

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Mobil 0170 - 31 80 748

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Kunstwerk im Fokus

Volker Pfüller: Figurine zu "Kleiner Mann, was nun? (Hans Fallada) am Theater Neustrelitz 2008, Mischtechnik, 29,5 cm x 21 cm

Am Strand lernen sie sich kennen. Als sie sich haben, wollen sie sich nie wieder loslassen. Der Angestellte Pinneberg und die Verkäuferin Emma planen den Aufbruch in ihr gemeinsames Glück. Und vergessen dabei, dass die Welt nicht danach fragt. Sie igeln sich in ihr privates Glück ein und glauben fest an das Gute im Menschen. Die kalte ökonomische Realität belehrt sie eines Besseren.

Pinneberg fliegt als Kontorist beim pommerschen Landprodukthändler Kleinholz raus, weil er an die Solidarität der Angestellten glaubt. Er zieht mit Emma nach Berlin. In der Metropole bekommt er einen Job als Verkäufer in einem Textilwarenhaus vermittelt. Als ihr Kind "Murkel" geboren ist, hat das Leben von Pinneberg und seiner Frau eine neue Mitte. Er kommt wiederholt zu spät zur Arbeit und fliegt raus. Die Landung ist hart. Mit dem guten Ruf verliert er mehr als sein Gehalt. Der Arbeitslose verliert nach der Wohnung auch an Selbstachtung. Er wird vom Polizisten als Armutsopfer vom Bürgersteig gestoßen. Aus dem Angestellten ist ein Abgestellter geworden. Doch Pinneberg will kein Dieb werden, er will sauber bleiben... Doch wie schnell wechselt das Glück?

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