Zhao Bin: Lobin Kohl II

Zhao Bin im Dr. Erdel Verlag

Zhao Bin:  Lobin Kohl II

Öl auf Leinwand, 90 x 130 cm, 2015

Die Bilderserie "Lobin Kohl" ist ein neuer Schritt in der künstlerischen Entwicklung des chinesischen Künstlers Zhao Bin. Sie entstand während seines mehrmonatigen Aufenthalts in München im Jahr 2015. Zhao Bin arbeitet fast immer in Bilderserien. Er durchdringt ein Thema in mehreren Arbeiten, identisch im Format, ähnlich im Bildaufbau, harmonisch in der Farbpalette.

Mit dem Bildmotiv knüpft Zhao Bin an frühere Arbeiten an. Immer wieder eruiert er den kulturellen Austausch zwischen dem europäischen Abendland und seiner Heimat China. In dieser Serie konzentriert sich Zhao Bin auf die Oberflächlichkeit des interkulturellen Dialogs. Lediglich die Hüllen der Dinge dringen in den chinesischen Lebensraum ein. Gleich Statussymbolen für gehobenen Lifestyle. Die Protagonisten bleiben farblos. Ebenso die Bibliothek mit der Zurschaustellung einer elitären Beschäftigung mit der Kunst. Im starken Kontrast hierzu stehen der farbkräftige Gummibaum und die blutrote Zunge des Schoßhündchens.

Das Unverhältnis der Perspektive der chinesischen Gesellschaft auf die westliche Kultur findet seinen Widerhall im Bildaufbau. Das Interieur ist verzerrt. Es gibt keinen festen Standpunkt mehr, von dem aus die einzelnen Komponenten betrachtet werden könnten.

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Kunstwerk im Fokus

Volker Pfüller: Figurine zu "Der Diener zweier Herren" (Carlo Goldoni) am Theater Erfurt 2000, Mischtechnik, 41,8 cm x 30 cm

"Inmitten meiner Arbeiten und Beschäftigungen stört mich ein Brief aus Venedig auf und bringt mein ganzes Blut und alle meine Lebensgeister in Aufruhr - ein Brief von Sacchi. Er war nach Italien zurückgekehrt, hatte erfahren, dass ich in Pisa sei, und bat mich um ein Lustspiel; ja, er teilte mir gleich den Stoff mit, den ich, ganz frei meiner Phantasie folgend, bearbeiten sollte.

Welch eine Versuchung für mich! Sacchi war ein ausgezeichneter Schauspieler, das Theater war meine Leidenschaft gewesen; ich fühlte in mir die alte Liebe aufkeimen, dasselbe Feuer, dieselbe Begeisterung wie einst. Den Stoff, den er mir vorschlug, was "Der Diener zweier Herren". Ich sah, wie ich die Handlung des Stückes und den Hauptschauspielers am besten verwenden konnte; es juckte mich in allen zehn Fingern, mich wider einmal an einem Stück zu versuchen.

Ich wusste nicht, wie ich es anstellen sollte ... Die Prozesse, die Klienten kamen in Mengen ... Aber mein armer Sacchi ... Ach was, nur noch dieses eine Mal ... Aber nein ... Aber ja ... Kurz und gut, ich schrieb, ich antwortete, ich sagte zu.

Am Tag arbeitete ich für das Gericht und in der Nacht für das Theater; ich beendete das Stück und schickte es nach Venedig - niemand weiß etwas davon, nur meine Frau war eingeweiht, hatte sie doch soviel zu leiden wie ich; ach, ach, ich durchwachte Nächte." (Carlo Goldoni: Geschichte meines Lebens)

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