Kunstmarkt: Neue Vertriebsformate

Media Art and the Art Market II

Media Art Ars Electronica 2017 Foto Wolf ErdelKonferenz auf dem Ars Electronica Festival am 7. September 2017

Die sechs  Vorträge am ersten Tag des Ars Electronica Festivals setzten zwei Schwerpunkte: Das Sammeln und Konservieren von Medienkunst und neue Formate für die Vermittlung und den Verkauf von Kunst. Vom traditionellen Galeriebetrieb, reinen Künstleragenturen, Kulturinstitutionen bis hin zu Vertriebsleitern von neuen digitalen Einkaufs- und Organisationstools waren bis auf die Künstler alle Akteure des Kunstmarktes vertreten.

So unterschiedlich die Ansätze und Zielsetzungen der einzelnen Formate auch sind, eines ist klar: Am digitalen Weg der Vermittlung von Kunst, nicht nur der Medienkunst, führt kein Weg vorbei.

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Ausstellungstipp: Peter Dorn im Stadtmuseum Amberg

Zeichnung und Montage

26.10.2017 - 03.12.2017

Ausstellungseröffnung
26.10.2017, 19:30 Uhr

"In seinen Arbeiten hinterfragt Peter Dorn gesellschaftlich akzeptierte Konventionen, stellt Dinge in einen veränderten Kontext, ermöglicht ihnen eine andere Bedeutung anzunehmen. Peter Dorns Zeichnungen und Montagen sind ein intelligenter und ästhetisch reizvoller Zusammenschluss der Systeme Alltag und Kunst. Der Betrachter – und dies ist eine seiner künstlerischen Strategien – erfährt damit Bedeutungsübertragungen, die Peter Dorns Werke als Metaphern erscheinen lassen." Dr. Wolf Erdel

Öffnungszeiten Stadtmuseum Amberg
Di.-Fr.: 11-16 Uhr, Sa. u. So.: 11-17 Uhr
Zeughausstraße 18
92224 Amberg
Tel.: 0 96 21-10284

GLUON - Plattform für Kunst und Wissenschaft

GLUON ist eine neue Plattform für Kunst und Wissenschaft, die von Paul Dujardin von BOZAR in Brüssel und Hans-Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London ins Leben gerufen wurde.

paul dujardin hans-ulrich obrist gluon session ars electronica 2017reverse engineered residency

Gemeinsam mit Ars Electronica startet diese neue Initiative, in der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Künstlern und Künstlerinnen zusammenbrachte werden sollen. Dieser Austausch findet allerdings nicht in der üblichen Form statt, bei der ein Künstler oder eine Künstlerin in ein Labor fährt und sich dort inspirieren lässt. Diese Mal soll das genau umgekehrt laufen: Künstler und Künstlerinnen laden einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin in ihr Atelier ein und arbeiten hier gemeinsam an einem Projekt.

Es ist sozusagen eine „reverse engineered residency“, aber natürlich immer mit dem Ziel, diese unheimlich spannenden Querverbindungen zwischen Kunst und Wissenschaft neu zu beleuchten, zu erproben und zu unterstützen. Ars Electronica bietet mit den Gallery Spaces und dem Residency-Programm eine Plattform, auf der sich alle, die an einer Verbindung von Medienkunst und Kunstmarkt in irgendeiner Form Interesse haben, treffen und austauschen können.

Das neue Residency-Programm wird 2017 auf dem Ars Electronica Festival vorgestellt. Die teilnehmenden Künstler sind Rachel Rose (US), Manthia Diawara (ML/US), Damian Ortega (MX) und Jan de Cock (BE). Beatrice de Gelder (BE) spricht über die Perspektive der Wissenschaft über diese neue Initiative.

Foto: Paul Dujardin, Hans-Ulrich Obrist
Credit: Antonia Kienberger

Collectors Program für Medienkunst auf der Ars Electronica 2017

2017 gibt es zum ersten Mal einen Kunstmarkt am Ars Electronica Festival: Im Untergeschoß in der POSTCITY am Linzer Hauptbahnhof.

medienkunstmark ars electronica 2017Digitalisierung verändert Kunstmarkt

Gerfried Stocker bezeichnet die Kunstmarkt-Initiative als die wahrscheinlich größte Neuerung des Ars Electronica Festivals. Ars Electronica startet damit eine Initiative Medienkunst und Kunstmarkt vereinen und probieren mit dem Collectors Program ein neues Format aus. Die Digitalisierung verändert auch den Kunstmarkt. Es gibt da interessante neue Strömungen und Möglichkeiten, wie etwa Online-Galerien oder auch Online-Auktionen, die mittlerweile sehr erfolgreich sind. Auch die Meinungs- und Wertbildung im Kunstmarkt erfolgt zunehmend über Online-Magazine und nicht mehr nur über gedruckte Hochglanzbroschüren und -Magazine. Rankings von Künstlern und Künstlerinnen werden über Big-Data-Analysen erstellt. Es haben sich aber nicht nur Wert- und Meinungsbildung im Kunstmarkt verändert, sondern auch die Verwertung.

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CyberArts 2017

State of the Art der Medienkunst

cyber arts 2017 light barrierDie CyberArts Ausstellung zeigt die preisgekrönten Arbeiten des Prix Ars Electronica am Ars Electronica Festival, von 7. bis 11. September 2017. Dass der Prix Ars Electronica zu den wichtigsten Auszeichnungen für Kreativität und Pioniergeist im digitalen Medienbereich gehört, bezeugen eindrucksvoll die über 3500 Einreichungen aus 106 Ländern.

Im Bild ein Ausschnitt aus „Light Barrier“ von dem koreanisch-britischen Duo Kimchi and Chips. Es ist eine Arbeit aus der Kategorie der Computeranimation/Film/VFX, ein in einem dunklen Raum stattfindendes, multimediales Spektakel, basierend auf Nebel, Klang und Projektionen.

Presserundgang mit Kuratorin Genoveva Rückert

Seit 1987 wird der Prix Ars Electronica jährlich verliehen. Seither hat sich jede Menge gewandelt. Die Entwicklungen in der Medienkunst sind rasant. Spätestens seit 2000, mit der Ankunft des Internets, haben sich die Kategorien vollständig gewandelt. Man sieht das zum Beispiel sehr deutlich an der Kategorie Digital Communities, die „Internet-Kategorie“. Diese hat sich sehr stark verändert: von einer Auszeichnung für bestgestaltete Webseiten hin zu einem rein community-orientierten Blick auf das Internet. Auch die Kategorie Hybrid Art hat eine Entwicklung durchgemacht. Sie entstand aus der Feststellung, dass sich hybride Formen, in der sich verschiedene Genres vermischen, immer stärker durchsetzen. Mittlerweile geht es sehr klar in eine bio-politische Richtung mit einem Fokus auf die Biowissenschaften, besonders bei den diesjährigen Einreichungen.

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News zur Herbstsaison

Letzte Woche (23.8 - 26.6.2017) haben in Zürich insgesamt 59 Galerien zur Herbstsaison wieder  eröffnet und Ihr Progrmm für die nächsten Monate vorgestellt

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Saisoneröffnung Zürich (Archivbilder Dr. Erdel Verlag, Foto: Wolf Erdel)

Ein (virtueller) Rundgang durch das Programm in Zürich kann durchaus bereichern: Die Züricher Galerien

Ausstellung Zhao Bin: "VIP"

Auch bei uns im Artspace am Fischmarkt 3 und im Schaulager am Schallern 4 sind die Vorbereitungen für einen spannenden Kunstherbst in vollem Gang: Farbintensiv und frisch starten wir in den Kunstherbst und eröffnen am Galerienabend am 23. September 2017 im Artspace Erdel am Fischmarkt 3 die Ausstellung „VIP“ mit neuen Arbeiten des chinesischen Künstlers Zhao Bin. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

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Zhao Bin: "Lustvoller Panda 1", Öl auf Linwnd, 100 x 140 cm, 2017

In der aktuellen Serie "Lustvoller Panda" führt Zhao Bin die Erforschung der Mechanismen der medialen Selbstdarstellung konsequent fort. Für den Wunsch nach Individualität und Einzigartigkeit in der Massengesellschaft findet Zhao Bin ironisch liebevolle Metaphern. Die Künstlichkeit des medialen Surroundings ästhetisiert er in hochartifiziellen Landschaftsräumen.

Zhao Bin

Zhao Bin ist ein chinesischer Künstler der neuen Kunstbewegung, die sich in China nach 1989 entwickelt hat. Elemente der Propagandakunst aus den Zeiten der chinesischen Kulturrevolution finden sich ebenso in seinen Bildern wie eine ironische Verarbeitung westlicher Werbesprache in der Markenwerbung - und treffen sich auf ganz verblüffende Weise. Seine Bilder sind dabei nicht nur ein Spiel mit der Ikonographie von Kulturrevolution und Pop-Art, sondern vielmehr eine Auseinandersetzung mit der Wirkung unserer Sehgewohnheiten.

Weitere Informationen: Künstler/ Zhao Bin

Möglichkeit zur Preview

Die neuen Bilder entstanden während Zhao Bins Künstleraufenthalts in Augsburg im Sommer 2017. Die Ausstellung hängt im Artspace Erdel am Frischmarkt 3. Gerne kann sie bereits vor dem Galerienabend, abseits vom Trubel in Ruhe besichtigt werden. Kontaktieren Sie uns telefonisch oder per Mail.

Open on demand

Tel.: 0941.70 21 94
Mobil Wolf Erdel: 0170.31 80 748
Mobil Antonia Kienberger: 0175.89 19 572
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

European Digital Art and Science Network

Performance „Whose Scalpel“ auf dem Ars Electronica Festival 2017

Die taiwanesische Medienkünstlerin Yen Tzu Chang präsentiert das Ergebnis ihrer Künstlerresidenz am Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS am 7. 9. und 11. September in Linz.

Artist Yen Tzu Chang„Mit der MeVisLab-Softwareplattform konnte ich meine eigenen medizinischen Bilddaten bearbeiten, Filme und ein 3D-Modell für meine Performance erzeugen“, erläutert die Künstlerin. Zudem entwickelte Chang als Bestandteil ihrer Residenz gemeinsam mit den Bremer Fachleuten einen Workshop für Schüler, der digitale Medienkunst und Wissenschaft auf innovative Weise verknüpft – ein neuer Ansatz in der Wissenschaftskommunikation.

Das ungewöhnliche Kunstprojekt: „Whose Scalpel“, so der Name der Performance, ist ein Ergebnis von Changs Residenz, es thematisiert die Zukunft der Beziehung von Mensch und Maschine in der Chirurgie. Die Installation basiert auf einer per 3D-Drucker hergestellten Nachbildung des Herzens der Künstlerin, bestückt mit Lichtquellen und elektronischen Klanggebern. Während der Performance agiert Yen Tzu Chang als „Chirurgin“, die mit Hilfe von Kabeln einen Bypass legt – und sich dabei von einer Künstlichen Intelligenz anleiten lässt. „Unter anderem soll die Installation die Frage aufwerfen, was der Mensch an Fähigkeiten verliert, wenn der Computer das Kommando übernimmt“, erläutert Chang.

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Regensburger Galerienabend 2017

regensburger galerienabendAm Samstag, 23. September 2017 laden 15 Galerien und Kunstvereine der Stadt Regensburg zum Rundgang in ihre aktuellen Ausstellungen ein.

Seit fast 2 Jahrzehnten bietet der Galerienabend dem kunstinteressierten Publikum die Möglichkeiten an einem Abend von 18-23 Uhr, die unterschiedlichsten Exponate ungezwungen zu betrachten und bei einem Getränk, Gespräche über Kunst zu führen.

Impressionen von 2016 in der Mittelbayerischen Zeitung und von Peter Burkes im Regensburger Tagebuch.

Emma Miesler: "Nacht zur Kunst" in: Mittelbayerische Zeitung, 15.09.2017

Wir laden alle Kunstinteressierten herzlich zu einem Besuch ein!

 

Avantgardekunst in der DDR

Pop Art statt Arbeiter- und Bauernromantik

Der Künstler Hans Ticha, Jahrgang 1940, malte diese und andere Bilder für sich und stellte sie vorsorglich mit dem Gesicht zur Wand. Sie durften das Berliner Atelier verlassen, zumindest nicht vor dem Fall der Mauer. Eine Selbstvergewisserung und zugleich ein stiller Protest im Land der grauen Funktionäre und hochtrabenden Vorgaben an die Kunst. Hans Ticha steht für die frechen, eigenwilligen, auch kritischen Gegenwelten.

Aus Sicht der DDR-Oberen wie auch der mit vielen Medaillen dekorierten Staatsmaler war diese Kunst der böse Untergrund, für Künstler wie Ticha dagegen der einzig denkbare ästhetische Weg. Am Beispiel dieser und anderer Biographien erzählt Niels Beintker eine Geschichte der anderen Kunst im Sozialismus, eine Geschichte der malenden, zeichnenden, druckenden Rebellen.

Sendung Nachtstudio, Dienstag, 23.5. | 20:03 Uhr | Bayern 2
Podcast

Chris Dercon über neue Darstellungsformen am Theater

Startschuss mit Samuel Beckett

Die Volksbühne sei international  "omnipräsent" und stehe für die "Spannungen und Widersprüchlichkeiten", die typisch seien für Berlin. Gleichzeitig sei das Theater bekannt für "eine gewisse Freiheit" und "Experimentierfreudigkeit", sagt Dercon – und verweist auf Inszenierungen der Regisseure Frank Castorf und Christoph Schlingensief. Die internationale Ausstrahlung der Volksbühne sei immer immens gewesen.

Zudem sei die Volksbühne ein Theater, "wo man über neue Darstellungsformen" nachdenken könne. Er wünsche sich, dass unterschiedliche Sparten "aufeinander reagieren, etwas miteinander tun" – und darüber nachdenken würden: "Wo geht die darstellende Kunst hin." Diesbezüglich sei die Volksbühne ein "perfekter Humusboden". Schließlich habe die Volksbühne immer neue Regieformen ausprobiert. "Und wir wollen das weiterentwickeln."

Die Spielzeit im großen Haus am Rosa-Luxemburg-Platz beginnt mit drei Einaktern von Samuel Beckett.

Links

Experimente, Tanz und Film für die "Volksbühne Berlin"

Wir sind das Sprech-Denk-Theater