Volker Pfüller: Illustrationen zu Le Cid von Pierre Corneille2011: Hans Meid Medaille

1994: Mitglied der international renomierten AGI (Alliance Grafique International)

1987: Silbermedaille auf der Plakatbienale in Lathi

1986: Kunstpreis der DDR

1986: Sonderpreis des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR

1984: Verlagspreis des Verlages "Junge Welt" als Illustrator

1983: Silbermedaille als kostümbildner auf der Bühnenbild-Quadrienale Prag

1981, 1983, 1985: Kritikerpreis der Berliner Zeitung als Bühnenbildner

Mehrfach "Beste Plakate der DDR"

Mehrfach "Schönste Bücher der DDR"

(Foto: Antonia Kienberger, Illustrationen zu Le Cid von Pierre Corneille)

Plakate von Volker Pfüller, die sich in der Sammlung des Museums Folkwang befinden, können online abgerufen werden.

Zu Gast im Kulturradio rbb.

Volker Pfüller über den Reiz des menschlichen Gesichts, seine ästhetische Prägung, die Faszination, die alte Drucktechniken auf ihn ausüben und den Spaß an der Arbeit.

Die Kustodin Barbara Martin des Cottbuser Kunstmuseums Dieselkraftwerk wünschte sich zur ihrem Abschied 2016 eine umfangreiche Ausstellung mit Volker Pfüller und zeigte Arbeiten aus fünf Jahrzehnten.

Volker Pfüller Illustration Sucht man so etwas wie das Gravitationszentrum nicht nur der Leipziger, sondern der deutschen Nachwende-Illustratoren-Szene, landet man ziemlich folgerichtig bei Volker Pfüller.

"Ich denke, dass Zeichnen eine sehr unmittelbare Äußerung ist, so wie ein Schriftsteller sich auch sehr unmittelbar äußert. Und dass das auch eigentlich durch nichts zu ersetzen ist. Und ich habe praktisch erstens mal alles, was technisch damit zusammenhängt, versucht zu vermitteln. In der Weise, wie ich's für modern hielt. Und habe auch versucht zu vermitteln, wie man bei sich selber sozusagen Aktivitäten erzeugen kann. Dass man sich selber kennenlernt und dass man aus sich selber heraus schöpfen kann!"

Eine ganze Riege von Illustratoren

Damit hat Pfüller in Leipzig Schule gemacht, und das im Wortsinn: In den folgenden zehn Jahren bildete er eine ganze Riege von Illustratoren aus, die seine herbe, in Farbe und Form expressive, an der Avantgarde der 20er-Jahre geschulte Art des Erzählens aufnahm und weiterentwickelte. Was sie eint, ist bildnerischer Gestaltungswille und sicheres Gespür für Breitenwirkung - ohne Kompromisse an Gefälligkeit einzugehen.

Nicht wenige sind - wie Henning Wagenbreth in Berlin, Anke Feuchtenberger in Hamburg, ATAK in Halle oder sein Nachfolger Thomas Müller - heute selbst Professoren. "Meine Familie" nennt Pfüller unsentimental all jene, die auf seinen Schultern stehen. Eine Gruppe, die, wie Andreas Platthaus zu Pfüllers 70. Geburtstag schrieb, "mit mehr Recht als die Maler den Beinamen 'Leipziger Schule' tragen sollte".

Doch um Stil ist es Pfüller nie gegangen. Sein Pfund war das Insistieren auf Qualität, die Förderung individueller Ausdruckskraft.

"Das habe ich schon in Berlin gemerkt: Dass viele junge Leute mit sich selbst gar nicht befreundet sind in dem Sinne. Dass man weiß, wer man ist. Und was man wirklich für Qualitäten hat. Und was man für Schwächen hat und dergleichen. Das ist für mich keine Stil-Frage. In dem Sinn habe ich das auch nicht angestrebt, dass also eine 'Volker-Pfüller-Schule' entsteht. Aber was das Denken und die Auffassung betrifft, denke ich schon, dass ich in Leipzig da ein paar Spuren hinterlassen habe."

Quelle: Nils Kahlefendt: "Leipziger Schule: Unterwegs in der Illustratoren-Szene der Buchstadt" Nils Kahlefendt, Deutschlandfunk, 12.03.2016.

Volker Pfüller Zeichnung

Zettelkasten in Volker Pfüllers Atelier

"Fingerübungen" nennt Volker Pfüller sie. Die Rede ist von DIN A6 großen Blättern, auf denen der Künstler seine (Um-)Welt erforscht: Tiere, Präparat, Karten, Menschen, Gesichter, Gesten, und all das oft im Wechselspiel mit Typographie, object trouvee - wie bei der Verwendung schon beschriebener Postkarten, Kuverts usw.

Das sieht so spielerisch und gehaucht aus - ist aber genau geplant. Ähnlich wie Leinwände grundiert er oft die verwendeten Blätter - gibt eine Grundstimmung vor und bereitet das Blatt vor. Mehr noch nicht - manchmal vielleicht ein Muster oder ein paar Striche. Dann kommt es in den Zettelkasten und ist bereits im Kopf des Künstlers. Der greift dann - wie bei Literaten nicht selten - im geeigneten Moment zum Zettelkasten - und was dann entsteht wirkt so mühelos wie ein Zauberkunststück.

Vorbereitete Blätter zu "Fingerübungen" Volker Pfüllers. (Fotos: Wolf Erdel)

Vortrag von Prof. Volker Pfüller an der Hochschule in Leipzig

Volker Pfüller im Atelier, 2017Ich  möchte  hier  einige  Bemerkungen  zur  Ausbildung  von  Illustratoren  an Kunstakademien vortragen. Dabei stütze ich mich auf Erfahrungen, die ich in Kassel, Hamburg und Berlin machen konnte und skizziere gleichzeitig meine Visionen für die Arbeit mit der von mir gerade übernommenen Illustrationsklasse  an  der  Hochschule  für  Grafik  und  Buchkunst  Leipzig. 

Ich  glaube, mich  auf  diesem  Workshop,  wo  so  vieles  zur  Illustration  beigetragen  wird, auf  ein  paar  persönliche  Gedanken  beschränken  zu  dürfen  ohne  eine  Ausbildungssituation   oder   ein   Ausbildungskonzept   vorzustellen.   Ich   möchte vorausschicken, dass ich das Malen und Zeichnen im allereinfältigsten Sinne als Grundvoraussetzung für einen Illustrator halte.

Mit Stift und Papier allein zu sein ist ein großes Vergnügen. Bei einiger Ruhe kann man sich so konzentrieren,  dass  man  merkt,  wenn  einem  das  Material  antwortet,  es  also  vorangeht. Das ist nichts Mystisches, wie es vielleicht klingt, sondern das Herz der Professionalität.  Inspiration  ist  eine  tolle  Sache,  aber  man  muss  es  schaffen, einen  Einfall  durch  Arbeit  besser  zu  machen.  Richard  Wagner  sagte:  „Der Einfall  spottet  jeder  Situation,  zur  Ausführung  braucht  man  allerdings  etwas Zeit”.

Hier > der gesamte Text (14 Seiten) als pdf-Datei (mit freundlicher Genehmigung des Autors)

(Foto: Antonia Kienberger)

Illustrationen, Plakate und Theaterarbeiten

Mehr als 35 Jahre Arbeit haben einen riesigen Bestand an Plakaten, Grafiken, Publikationen, Bühnenbildern und Kostümen hervorgebracht. Seine Handschrift ist unverwechselbar und markant. Häufig bestimmt die große Liebe zum Extremen, sogar zum Radikalen seine Bildsprache, die von handfesten, derben Späßen bis zum Melancholisch−Heiteren, Poetischen reicht. Im Mittelpunkt seines Interesses steht dabei immer der Mensch. Das immer wiederkehrende Thema sind Gesichter, die Beschreibung menschlicher Züge, besonders als Ausdruck der jeweiligen Zeit und der sozialen Umgebung.

Volker Pfüller hat im Laufe der Jahre in umfangreichen Einzel− und Gruppenausstellungen seine Arbeit vorgestellt. Zudem sind seine Plakate mehrfach als „beste Plakate“ ausgezeichnet worden. 1983 erhielt er die Silbermedaille für Kostüm auf der Quadriennale für Bühnenbild in Prag, 1986 den Kunstpreis der DDR und 1994 wurde er zum Mitglied der international renomierten AGI (Alliance Grafique International) gewählt. Er hat für zahlreiche Theater Plakate, Bühnenbilder und auch Kostüme entworfen. Schon in den 80er Jahren machte ihn sein Engagement für die Münchner Kammerspiele auch im Westen bekannt. Daneben hat er u.a. für das Deutsche Theater in Berlin, das Münchner Stadtmuseum und die Stuttgarter Staatsoper gearbeitet. Mit seiner jüngsten Buchpublikation „Esel Eisbär Mensch, Milchreis und Hut!“ (2002) eröffnete er im Rahmen des Instituts für Buchkunst an der HGB Leipzig die Publikationsserie „Bilderbuch“. 23 eigene Verse stehen jeweils ganzseitigen, lustvoll sprühenden Bildern gegenüber.

Pfüller wurde 1939 in Leipzig geboren. Er studierte an der Fachschule für Angewandte Kunst Berlin und später an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Nach diversen Lehraufträgen wurde er 1990 Gastprofessor für Illustration an der GHK Kassel und 1991 Professor für Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. 1997 folgte die Berufung an die HGB Leipzig; Volker Pfüller übernahm hier die Klasse für Illustration, die er bis heute leitet. Im September diesen Jahres wird der in Berlin und Leipzig lebende Künstler emeritiert.

Quelle: Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig − www.hgb−leipzig.de

Volker Pfüller im Atelier in Berlin, 2009 (Foto: Wolf Erdel)

Ziegenbock im Bratenrock

Blöde Lehrer werden verhohnepiepelt mit köstlichen Bildern und Sprüchen (`Die Schlechten schreiben, wie sie mechten, aber die Guten schreiben exakt wie Konrad Duten.`); ein für jedes Kind ergötzliches Buch, meint Klutzny, das in einer vielversprechenden neuen Bilderbuch-Edition des Aufbau-Verlags (Hrsg: Ute Blaich) erschienen ist. (aus einer Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.3.2000) > erhältliche Restexemplare: Ziegenbock im Bratenrock

Tiergeschichten

Gedichte für Kinder von Ekkehard Schall (Autor), Volker Pfüller (Illustrator). Die farbigen Illustrationen des Buchkünstlers Volker Pfüller zeigen nicht die sattsam bekannten, als Polizisten etc. verkleideten Tiere, sondern schnüren mit ihrer unkonventionellen Gestaltung die kindliche Phantasie nicht ein. Schall spricht Kinder an, indem er sie als Leser oder Zuhörer ernst nimmt und sie mit Kindischem verschont. > Zum Buch: Tiergeschichten. Gedichte für Kinder

Originalgrafische Bücher

Volker Pfüller Ein Grafikbuch. Ein Grafikbuch mit 25 schwarz-weissen Linolschnitten von Volker Pfüller. Gedruckt im Jahr 2007 von den Original Druckstöcken , Broschur, 30 Seiten, Broschur 500 numerierte Exemplare

"Für diese lebhafte Sammlung schwarz-weißer Linolschnitte benutzt der Bühnenbildner und Plakatkünstler Volker Pfüller das Stillleben als Ausgangspunkt für die meisterhafte Auseinandersetzung mit Oberflächen und Strukturen." (Lubok)


(Quelle: Lubok)

Köpfe

In der Reihe Lubok-Spezial: "Köpfe" - Der zweite Band mit Arbeiten von Volker Pfüller


(Quelle: Lubok)

In der Reihe Lubok-Spezial: Der zweite Band mit Arbeiten von Volker Pfüller enthält 32 schwarz-weisse und 8 farbige Linolschnitte. Köpfe – bekannte und unbekannte...
Broschur, 32 x 24 cm, Auflage 500, 39 Euro
> derzeit noch 2 Exemplare in der Galerie vorhanden! Bei Interesse mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Theater

Nach Grafikbuch, Köpfe und Tierlein ist Theater das neuste monographische Künstlerbuch des Buch- und Plakatkünstlers Volker Pfüller und dem Lubok Verlag.


(Quelle: Lubok)

Für dieses Lubok-Spezial-Heft hat Volker Pfüller Erinnerungen und Skizzen aus seiner langjährigen Arbeit als Bühnenbildner an verschiedenen Theatern verarbeitet. Die 32 schwarz-weißen und 24 farbigen Originallinolschnitte entstanden 2010 und wurden von der verlorenen Form gedruckt.
Broschur, 60 Seiten, 32x24 cm, Auflage 500, 49 Euro.

Ansichtsexemplar hier bei uns in der Galerie.

(Foto: Antonia Kienberger)

Buch zur Ausstellung Bilderlust

Volker Pfüller: Bilderlust

Katalog mit 41 Abbildungen im vierfarbigen Offsetdruck, gestaltet von Simone Waßermann
ISBN 978-3-945111-29-1
Nach fünf originalgrafischen Linolschnittbüchern freut sich der Lubok Verlag mit dieser Publikation einen kleinen Einblick in Volker Pfüllers jahrzehntelanges Wirken als Plakatgestalter geben zu können.

Forschungsliteratur

Begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Folkwang Museum Essen erschien 2011 im Steidl Verlag das Buch Flächen, die die Welt bedeuten - Theaterplakate von Volker Pfüller mit einer hervorragenden Einführung von René Grohnert und einer herrlichen Auswahl an Theaterplakaten.
80 Seiten mit zahlreichen Abbildungen in Farbe, 16 Euro.


(Quelle: Steidl Verlag)

Ansichtsexemplar in der Galerie Dr. Erdel oder bestellen Sie das Buch direkt.

Pfüller, Volker: Theatergrafik. Ausstellung 12.11. - 4.12.82. Mit einer Einleitung von Anne Braun. Berlin: Galerie am Turm, 1982.

Von Volker Pfüller illustrierte Bücher (Auswahl)

Musenküsse *. 22 Verse von Volker Pfüller / Mit Bildern von V. P. MaroVerlag, 1987. Bll. + 49 S. mit 22 Illustrationen (je 1 Seite) sind, sowie der Umschlagsaufkleber ORIGINAL-(Farb.)OFFSETLITHOGRAPHIEN. 15 x 21 cm (Quer)

Spillner, Wolf und Volker Pfüller: Gänse überm Reiherberg Der Kinderbuchverlag Berlin, 1989. > zum Buch: Gänse überm Reiherberg - Illustriert von Volker Pfüller - Kinderbuch

Diverse Autoren - Hendel, Carola (Herausgeberin) - Illustrator: Pfüller, Volker - Warum ? Weshalb ? Wieso ? - Untertitel: Ein Frage- und Antwort-Buch für Kinder - Band 2 - 2 Verlag Junge Welt - Berlin (DDR) - 1982.

Hüttner, Hannes; Pfüller, Volker: Der Zauberer Wizz. Computermärchen. Berlin, Junge Welt, 1991

Volker Pfüller, Plakate : 8. Juni - 9. Juli 1989, Haus am Lützowplatz, Berlin , [eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Kunsthandel der DDR , Katalog]. [Haus am Lützowplatz , Förderkreis Kulturzentrum Berlin e.V.] Berlin : Haus am Lützowplatz, Berlin : Fördererkreis Kulturzentrum Berlin, 1989. [52] S. : überwiegend Ill..> dort erhältlich: Theaterplakate

Zweig, Stefan: Schachnovelle - Illustriert von Volker Pfüller Büchergilde Gutenberg

Walter Serner, Wong Fun. Kriminalgeschichte. Mit einer Nachbemerkung von Thomas Milch. Illustriert von Volker Pfüller. Dreifarbiger Druck, 32 Seiten. 1000 Exemplare, 1991

Alphonse Allais, Die Templer und Ein gutpariserisches Melodram. Zwei Novellen. Mit einem Streichholzbrief von Umberto Eco. Übersetzt von Burkhart Kroeber. Illustriert von Volker Pfüller. • Dreifarbiger Druck. 32 Seiten. 1250 Exemplare, 1994

Volker Pfüller, Skizzen und Fratzenbuch. Elffarbiger Druck. 32 Seiten. 1500 Exemplare (davon 500 für das Münchner Stadtmuseum), 1996 > erhältliche Restexemplare: Gänse überm Reiherberg - Illustriert von Volker Pfüller - Kinderbuch

Jung, Franz: Das Trottelbuch (illustriert von Volker Pfüller), 2004 > hier noch erhältlich: Die Graphischen Bücher, Bd.25 : Das Trottelbuch

Liste erhältlicher Bücher: Bücher von Volker Pfüller

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Künstler im Artspace Erdel